1.000 Menschen fordern in Berlin bessere Inklusion und Barrierefreiheit
Sebastian Fischer1.000 Menschen fordern in Berlin bessere Inklusion und Barrierefreiheit
Rund 1.000 Menschen sind am Samstag durch Berlin marschiert, um mehr Rechte und die bessere Inklusion von Menschen mit Behinderungen zu fordern. Die Demonstration fand nur wenige Tage vor der Debatte im Bundestag über geplante Reformen des Behindertengleichstellungsgesetzes statt. Die Veranstalter beschrieben die Kundgebung als dringenden Appell für eine Überarbeitung der Barrierefreiheitsgesetze.
Der Protestzug startete am Brandenburger Tor und zog anschließend in Richtung Rotes Rathaus. Die Teilnehmenden trugen Plakate und skandierten Forderungen nach besserem Zugang zu öffentlichen Räumen, Verkehrsmitteln und Dienstleistungen. Eine Polizeisprecherin bestätigte eine Teilnehmerzahl von etwa 1.000 Demonstrantinnen und Demonstranten.
Der Marsch wurde von einem breiten Bündnis aus Wohlfahrtsverbänden, sozialen Organisationen und Behindertenrechtsgruppen organisiert. Ihr Ziel war es, die Lücken in der aktuellen Gesetzgebung aufzuzeigen und verbindliche Standards durchzusetzen. Beim Abschluss der Kundgebung wollten die Veranstalter eine Petition überreichen, die verbindliche Barrierefreiheitsregelungen fordert.
Mehrere prominente Rednerinnen und Redner sprachen zu den Demonstrantinnen und Demonstranten, darunter Berlins Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) und Bundestagsvizpräsident Bodo Ramelow von der Linken. Auch mehrere Abgeordnete äußerten sich und betonten die Notwendigkeit konkreter Maßnahmen. Die Demonstration fand kurz vor der ersten Lesung im Bundestag am Donnerstag statt, bei der über die geplanten Änderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes beraten werden soll.
Die Kundgebung setzt die Abgeordneten unter Druck, die Rechte von Menschen mit Behinderungen vor der anstehenden Parlamentsdebatte zu stärken. Die Veranstalter hoffen, dass die Petition und die öffentliche Unterstützung zu strengeren und durchsetzbaren Barrierefreiheitsgesetzen führen werden. Die Bundestagssitzung am Donnerstag wird über die nächsten Schritte bei den geplanten Reformen entscheiden.






