20.000 kämpfen am Frauentag in Berlin für Gleichberechtigung und globale Solidarität
Sebastian FischerFrauentag in Berlin: Laute Demonstration für mehr Rechte - 20.000 kämpfen am Frauentag in Berlin für Gleichberechtigung und globale Solidarität
Tausende gingen am Internationalen Frauentag in Berlin auf die Straße, um für Gleichberechtigung zu kämpfen. Die Veranstalter meldeten eine deutlich höhere Beteiligung als erwartet – die Polizei schätzte bis zu 20.000 Teilnehmende. Der von Gewerkschaften und Frauenverbänden unterstützte Marsch zeigte auch starke Solidarität mit globalen Bewegungen wie 'Frau, Leben, Freiheit'.
Die Demonstration begann mit einer Auftaktkundgebung, bevor sich die Menge in Richtung Rotes Rathaus in Bewegung setzte, dem Amtssitz des regierenden Berliner Bürgermeisters. Gewerkschaften, Frauenorganisationen und Gruppen wie 'Omas for Future' hatten die Veranstaltung koordiniert. Viele Demonstrantinnen trugen Schilder, auf denen sie ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Diskriminierung am Arbeitsplatz forderten.
Katja Karger, Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg, kritisierte die Bundesregierung für den Abbau des Sozialstaats. Sie forderte strengere Schutzmaßnahmen gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz und verteidigte das Recht auf Teilzeitarbeit ohne Nachteile. Karger betonte zudem die Notwendigkeit, den Acht-Stunden-Tag beizubehalten.
In der Menge waren zahlreiche Transparente und Sprechchöre zu hören, die die Bewegung 'Frau, Leben, Freiheit' unterstützten. Die Kampagne, die 2022 durch den Tod von Mahsa Amini im Iran ausgelöst wurde, hat seitdem Proteste in über 150 Städten weltweit inspiriert. Ihr Einfluss führte zu internationalen Sanktionen gegen den Iran, kulturellen Würdigungen und politischen Reformen in einigen Ländern.
Für den Nachmittag waren in Berlin weitere Proteste geplant.
Der Berliner Marsch unterstrich die Forderungen nach Arbeitsrechten, Schutz vor Gewalt und globaler Solidarität. Mit der doppelten erwarteten Teilnehmerzahl zeigte die Veranstaltung den wachsenden Schwung hinter den Gleichberechtigungsbewegungen. Im Rahmen der Tagesdemonstrationen waren weitere Aktionen vorgesehen.






