30.000 Radfahrer fordern bei ADFC-Sternfahrt bessere Berliner Radwege
Philipp Fischer30.000 Radfahrer fordern bei ADFC-Sternfahrt bessere Berliner Radwege
Rund 30.000 Radfahrerinnen und Radfahrer haben am Sonntag die Straßen Berlins für die jährliche Sternfahrt des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) in Beschlag genommen. Die Teilnehmer strömten zum Großen Stern und zur Siegessäule zusammen, um für bessere Radwege und sichere Routen in der Stadt zu demonstrieren.
Die Sternfahrt ist seit Jahrzehnten eine feste Tradition des ADFC, mit der der Verband Jahr für Jahr auf die dringend notwendigen Verbesserungen für den Radverkehr pocht. In diesem Jahr fuhren die Radler auf etwa 20 verschiedenen Routen durch die Stadt, viele von ihnen starteten in brandenburgischen Städten oder den äußeren Berliner Bezirken. Für den Protest wurden zeitweise Straßen gesperrt, Autofahrer mussten Umleitungen in Kauf nehmen, während die Radfahrer sich selbst auf Abschnitten von Autobahnen Raum nahmen.
Marlene Alber, Verkehrspolitische Referentin des ADFC Berlin, betonte, dass Radfahren jeden Tag sicher und komfortabel sein müsse – und nicht nur bei Demonstrationen. Sie kritisierte geplante Kürzungen im Haushalt und forderte stattdessen mehr Investitionen in die Radinfrastruktur. Alber appellierte an die Verkehrspolitiker, die Bedürfnisse der Radfahrer endlich ernst zu nehmen, insbesondere beim Ausbau gut konzipierter Radwege.
Die Sternfahrt wird jedes Jahr als offizielle Demonstration angemeldet, was den Radfahrern erlaubt, legal die Straßen zu besetzen. Diesmal stand das Event erneut im Zeichen der Forderung nach besserer Infrastruktur und ausreichender Finanzierung. Mit 30.000 Teilnehmern war die Botschaft an die Politik unmissverständlich: Der Radverkehr muss in der Berliner Verkehrsplanung endlich Priorität erhalten.






