68-Kilometer-Wasserstoff-Pipeline verbindet Wefensleben und Salzgitter für grüne Stahlproduktion
Sebastian Fischer68-Kilometer-Wasserstoff-Pipeline verbindet Wefensleben und Salzgitter für grüne Stahlproduktion
Große Wasserstoff-Pipeline soll Wefensleben und Salzgitter verbinden – Meilenstein für grüne Industrieenergie
Eine bedeutende Wasserstoff-Pipeline wird künftig Wefensleben mit Salzgitter verbinden und ist Teil einer umfassenden Initiative für klimaneutrale Industrieenergie. Die 68 Kilometer lange Trasse soll das Stahlwerk von Salzgitter AG mit Wasserstoff versorgen und so den Umstieg auf eine CO₂-arme Produktion unterstützen. Die Planung läuft bereits seit Jahren, mit dem Baubeginn ist nun 2027 zu rechnen.
Die Ontras Gastransport GmbH hatte die Vorarbeiten für das Pipeline-Projekt bereits 2020 aufgenommen. Die Strecke mit einer Länge von 68 Kilometern und einem Durchmesser von 80 Zentimetern wird zu etwa 80 Prozent bestehende Erdgasleitungen umnutzen, während die verbleibenden 20 Prozent neu gebaut werden. Die notwendigen Rohre wurden bereits bei Mannesmann, einer Tochtergesellschaft der Salzgitter AG, bestellt.
Bevor der Bau starten kann, muss Ontras jedoch die genaue Trassenführung finalisieren. Eine öffentliche Bekanntmachung im Amtsblatt von Wolfenbüttel bestätigte, dass die Routenplanung noch läuft. Die Pipeline wird durch die Landkreise Helmstedt, Wolfenbüttel und Salzgitter führen, bevor sie das Stahlwerk erreicht.
Auch Umweltprüfungen sind Teil des Verfahrens. Von Ende Juni bis Anfang August wird Ontras entlang der geplanten Route nach Vorkommen des Europäischen Hamsters suchen, einer geschützten Art. Nach Abschluss dieser Untersuchungen soll die Bauphase von 2027 bis Dezember 2029 dauern.
Die Pipeline ist Teil eines größeren Wasserstoffnetzes, das sich über rund 600 Kilometer durch Ost- und Mitteldeutschland erstreckt. Zudem ist sie an das SALCOS-Programm der Salzgitter AG angebunden, das durch den Ersatz von Kohle durch Wasserstoff die Produktion von „grünem Stahl“ vorantreibt.
Mit der Wasserstoffversorgung des Salzgitter-Werks ermöglicht die Pipeline eine klimafreundlichere Stahlherstellung. Der Baubeginn ist für 2027 vorgesehen, die Fertigstellung für Ende 2029. Das Projekt markiert einen wichtigen Schritt beim Ausbau der deutschen Wasserstoffinfrastruktur und unterstreicht die Bemühungen, die industriellen CO₂-Emissionen zu senken. Die Anbindung an das SALCOS-Programm stärkt dabei die Transformation hin zu einer nachhaltigen Stahlproduktion.






