Abstiegskrimi in der Oberliga: Sportgericht dreht Tabelle auf den Kopf
Philipp FischerAbstiegskrimi in der Oberliga: Sportgericht dreht Tabelle auf den Kopf
Zwei Sportgerichtsentscheidungen haben den Abstiegskampf in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar kurz vor Ende der Saison 2025/2026 durcheinandergebracht. Die Urteile führten zu Punktverschiebungen zwischen den Vereinen und betreffen direkt Mannschaften aus Ludwigshafen, Dudenhofen und Eisbachtal. Mit nur noch vier Spieltagen wird der Kampf ums Überleben durch die Änderungen noch intensiver.
Im ersten Fall wurde der FC Cosmos Koblenz bestraft, weil er in einem Spiel gegen Rot-Weiss Koblenz einen vierten Wechsel vorgenommen hatte. Das FRV-Sportgericht sprach Cosmos Koblenz zwar einen 2:1-Sieg zu, zog dem Verein aber drei Punkte ab. Die Strafe lässt die Koblenzer weiterhin im Mittelfeld der Tabelle – und damit außerhalb der Abstiegsgefahr.
In einem separaten Verfahren wurde der FV Diefflen für den Einsatz eines sechsten Spielers im Spiel gegen den SC Idar-Oberstein sanktioniert. Das Gericht kehrte das ursprüngliche Ergebnis um und wertete die Partie mit 2:0 für Idar-Oberstein (0:2 für Diefflen). Zudem erhielt Idar-Oberstein drei Zusatzpunkte, wodurch der Verein nun bei 31 Zählern steht.
Durch die Entscheidung liegt der SC Idar-Oberstein nun nur noch einen Punkt vor dem FV Diefflen, der 30 Punkte hat. Das Urteil im Fall Diefflen ist endgültig und nicht mehr anfechtbar. Derweil bleibt Rot-Weiss Koblenz unberührt von den Entscheidungen und steht weiterhin komfortabel im Mittelfeld.
Mit vier verbleibenden Spieltagen haben die Eingriffe des Sportgerichts die untere Tabellenhälfte neu geordnet. Der dreifache Punktgewinn des SC Idar-Oberstein verschafft dem Team einen knappen Vorsprung vor dem FV Diefflen. Die Vereine am Tabellenende – darunter die Mannschaften aus Ludwigshafen, Dudenhofen und Eisbachtal – müssen nun ihre Strategien anpassen, um den Klassenerhalt zu sichern.






