AfD Gifhorn leitet Parteiausschluss gegen Marzischewski-Drewes ein
Sebastian FischerAfD Gifhorn leitet Parteiausschluss gegen Marzischewski-Drewes ein
Der Kreisverband Gifhorn der AfD hat ein Parteiausschlussverfahren gegen Stefan Marzischewski-Drewes eingeleitet. Die Spannungen zwischen ihm und der Partei bestehen bereits seit fast zwei Jahren. Der Schritt folgt auf eine Reihe von Streitigkeiten über sein Verhalten und seine Äußerungen.
Robert Preuß, Sprecher des AfD-Kreisverbands Gifhorn, bestätigte den Beschluss, Marzischewski-Drewes auszuschließen. Dessen Behauptung, von dem Verfahren nichts gewusst zu haben, wies er als „persönliche Interpretation der Ereignisse“ zurück. Preuß betonte, Marzischewski-Drewes sei informiert worden und habe die Möglichkeit zur Stellungnahme erhalten.
Marzischewski-Drewes hingegen erklärte, er habe keine offizielle Mitteilung über das Verfahren erhalten. Trotz seiner Darstellung zeigt sich der Kreisverband überzeugt, dass der Antrag Erfolg haben wird. Nach dem deutschen Parteiengesetz unterliegen Ausschlussverfahren strengen rechtlichen Anforderungen – etwa 60 Prozent solcher Versuche scheitern.
Ein konkreter Zeitplan für das Verfahren wurde nicht genannt. Der Gifhorner AfD-Verband erwartet zwar eine zügige Klärung, doch das Ergebnis bleibt ungewiss. Das Ausschlussverfahren läuft nun nach den Parteistatuten weiter. Bei Erfolg verliert Marzischewski-Drewes seine Mitgliedschaft in der AfD. Der Fall reiht sich ein in die anhaltenden inneren Konflikte innerhalb der regionalen Parteigliederungen.






