Airbus fordert rasche Entscheidung für deutsches Kampfflugzeug nach FCAS-Debakel
Philipp FischerAirbus fordert rasche Entscheidung für deutsches Kampfflugzeug nach FCAS-Debakel
Airbus drängt deutsche Politiker zu schneller Entscheidung über Zukunft der Kampfflugzeug-Entwicklung
Der Vorstoß erfolgt nach dem Scheitern des gemeinsamen FCAS-Kampfjetprogramms mit Frankreich und Spanien. Führende Vertreter der Branche fordern nun, dass Deutschland die Initiative für ein neues Projekt ergreifen sollte – notfalls auch ohne internationale Partner.
Thomas Pretzl, Vorsitzender des Betriebsrats von Airbus Defence and Space, betont, Deutschland verfüge über das nötige Know-how und die finanziellen Mittel, um ein eigenes Kampfflugzeug zu entwickeln. Er warnte, weitere Verzögerungen würden das Land im Wettbewerb mit Programmen in den USA, Großbritannien und anderen Ländern zurückwerfen. Pretzl plädierte für einen sofortigen Start der Entwicklung und lud andere Nationen zur Teilnahme ein.
Reinhard Brandl, Generalsekretär der CSU-Bundestagsfraktion, unterstrich hingegen die Bedeutung europäischer Zusammenarbeit bei künftigen Kampfflugzeugprojekten. Zwar unterstütze er eine deutsche Führungsrolle, doch nur durch Partnerschaften mit europäischen Ländern könne das Programm gestärkt werden. Brandl hob zudem die zentrale Rolle deutscher Unternehmen bei der Weiterentwicklung europäischer Kampfflugzeugtechnologie hervor.
Der Appell kommt nach dem Kollaps des FCAS-Programms, das Deutschland ohne klare Perspektive zurückließ. Airbus und politische Vertreter sind sich einig: Eine zügige Entscheidung ist dringend nötig. Ohne schnelle Fortschritte, so die Warnung, drohe Deutschland seinen Vorsprung in der militärischen Luftfahrt zu verlieren.






