Aldi Süd verkauft Luxushotel Öschberghof nach fast 50 Jahren
Aldi Süd verkauft Luxushotel Öschberghof im Rahmen einer Umstrukturierung
Der Discounter Aldi Süd trennt sich im Zuge einer umfassenden Neuausrichtung von seinem Luxushotel Öschberghof. Das deutsche Handelsunternehmen besitzt das Fünf-Sterne-Haus seit den 1970er-Jahren, konzentriert sich nun aber auf sein Kerngeschäft im Lebensmitteleinzelhandel. Der Verkauf an die Gustav-Zech-Stiftung steht noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung.
Der Öschberghof, ein Spitzenhotel mit einem Umsatz von 30,7 Millionen Euro im vergangenen Jahr, bleibt unter der bisherigen Führung in Betrieb. Der aktuelle Geschäftsführer Michael Artner wird auch nach dem Eigentümerwechsel in seiner Position verbleiben. Die Zech-Gruppe, die das Hotel bereits betreibt, führt den Betrieb nahtlos fort.
Die Entscheidung von Aldi Süd ist Teil einer strategischen Neuausrichtung, um die Geschäftsabläufe zu straffen. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen die gemeinsame Online-Plattform mit Aldi Nord aufgegeben. Nun verlagert es weitere Funktionen an seinen Hauptsitz in Salzburg und stößt nicht zum Kerngeschäft gehörende Beteiligungen ab.
Der Verkauf steht noch unter dem Vorbehalt der Freigabe durch die Wettbewerbsbehörden. Bis dahin bleibt der Öschberghof mit seinen gewohnten Dienstleistungen und Personalstand unberührt.
Sobald die Transaktion genehmigt ist, endet damit die fast 50-jährige Ära des Öschberghofs unter Aldi Süd. Für die Gäste, die Hotelleitung und den Betrieb selbst ändert sich unter der Regie der Zech-Gruppe voraussichtlich nichts. Der Schritt unterstreicht die konsequente Fokussierung von Aldi Süd auf den Einzelhandel und die interne Restrukturierung.






