23 April 2026, 00:21

Amanda Knox unterstützt Lucy Letby – und entfacht neuen Streit mit Kercher-Familie

Deckblatt eines alten Buches mit dem Titel 'Berichte über ausgewählte Fälle in den Gerichten von Westminster-Hall sowie die Meinung von John Lord Fortescue' mit einer offenen Seite, die schwarzen Text zeigt.

Amanda Knox unterstützt Lucy Letby – und entfacht neuen Streit mit Kercher-Familie

Amanda Knox hat sich öffentlich hinter Lucy Letby gestellt, die ehemalige Krankenschwester, die wegen des Mordes an sieben Babys verurteilt wurde. Bei einer Veranstaltung in London zu ihrem Dokumentarfilm Mouth Of The Wolf äußerte Knox ihre Haltung zu Justizirrtümern. Ihre Äußerungen haben die Kritik der Familie von Meredith Kercher neu entfacht – jener Studentin, deren Mord Knox einst selbst vorgeworfen und von der sie später freigesprochen wurde.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die emotional aufgeladene Szene spielte sich während einer Fragerunde ab, in der Knox mit den Tränen kämpfte, als sie über Letbys Fall sprach. Knox enthüllte, sie habe Letby einen Solidaritätsbrief sowie ein Exemplar ihrer 2021 erschienenen Autobiografie Frei zukommen lassen. Das Buch schildert ihr Leben nach der Inhaftierung und dem späteren Freispruch im Mordfall Kercher aus dem Jahr 2007. Obwohl Knox keinen direkten Kontakt zu Letby habe, rief sie der inhaftierten Krankenschwester zu, sich "an die Hoffnung zu klammern", als sie nach dem Fall gefragt wurde.

In ihrem Podcast zur Verurteilung Letbys konzentriert sich Knox strikt auf die Beweislage und verzichtet auf persönliche Kommentare über Letby selbst. Sie argumentiert, man brauche keinen zweifelsfreien Unschuldsbeweis, um ein Urteil infrage zu stellen – eine Position, die sie seit ihren eigenen juristischen Kämpfen vertritt.

Die Familie Kercher reagierte umgehend. Ihr Anwalt, Francesco Maresca, warf Knox vor, sie "nutze erneut" das Andenken an Meredith "für ihre Zwecke aus". Die Angehörigen zeigten sich "sprachlos" angesichts von Knox' jüngsten öffentlichen Äußerungen.

Die kontroversen Bemerkungen machte Knox im Greenwich Picturehouse in London, wo sie während der Diskussion sichtbar bewegt wirkte. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand ihr Dokumentarfilm, der sich mit Themen wie Gerechtigkeit und Justizskandalen auseinandersetzt. Knox' Unterstützung für Letby kommt zu einer Zeit, in der diese weiterhin wegen der Kindstötungen in Haft sitzt. Die Kritik der Familie Kercher unterstreicht die anhaltenden Spannungen um Knox' öffentliche Rolle in prominenten Rechtsdebatten. Mit ihrem Dokumentarfilm und Podcast lenkt sie weiterhin die Aufmerksamkeit auf Fälle, die sie für revisionswürdig hält.

Quelle