Anonymer Brief erschüttert Stadttheater Fürth: Intendantin in der Kritik
Philipp FischerAnonymer Brief erschüttert Stadttheater Fürth: Intendantin in der Kritik
Ein anonymer Brief hat am Stadttheater Fürth für Unruhe gesorgt. Darin wird der Intendantin, Dr. Silvia Stolz, vorgeworfen, ein toxisches Arbeitsklima zu fördern. Die Vorwürfe beschreiben eine von Angst und psychischer Belastung geprägte Atmosphäre unter den Mitarbeitenden. Doch ihre Unterstützer betonen, dass das Theater seit ihrem Amtsantritt Ende 2023 eine Blütezeit erlebt.
Dr. Silvia Stolz übernahm die Leitung des Theaters im November 2023. Unter ihrer Führung verzeichnete die Spielzeit 2024/2025 über 100.000 Besucherinnen und Besucher sowie mehr als 95.000 verkaufte Tickets. Der Theaterkurator Maurice Schönleben (SPD) trat öffentlich für sie ein und hob das Wachstum und den Erfolg der Institution hervor.
Der anonyme Brief zeichnet jedoch ein ganz anderes Bild. Er wirft Stolz vor, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das von Angst, Misstrauen und emotionalem Stress geprägt sei. Die Verfasser behaupten, 25 festangestellte Mitarbeitende zu vertreten – Namen werden allerdings keine genannt.
Der Dramaturg Udo Eidinger wies die Glaubwürdigkeit des Schreibens zurück und betonte, dass sich niemand öffentlich zu den Vorwürfen bekannt habe. Gleichzeitig lobte er Stolz dafür, die Verbindung des Theaters zur Stadt vertieft und sein Programm attraktiver gestaltet zu haben. Unterdessen laufen die Vorbereitungen für eine anstehende Premiere weiter, an der sich viele Mitarbeitende mit vollem Einsatz beteiligen.
Der Konflikt stellt das Theater vor eine schwierige Lage. Während der anonyme Brief Bedenken hinsichtlich der internen Verhältnisse aufwirft, hat Stolz’ Führung zugleich messbare Erfolge gebracht. Die Situation bleibt ungelöst, da beide Seiten gegensätzliche Standpunkte zur Zukunft des Theaters vertreten.






