13 March 2026, 16:41

Asse-Endlager: Räumung des Atommülls scheitert – und jetzt?

Ein rotes und weißes Schild mit einem nach rechts weisenden Pfeil und "Keine Wiederverwertung" in fetter schwarzer Schrift auf weißem Hintergrund.

Verwahrte Nuklearabfälle in Asse - Beginn der Bergung verschoben - Asse-Endlager: Räumung des Atommülls scheitert – und jetzt?

Pläne zur Bergung von Atommüll aus dem Endlager Asse gescheitert

Die Pläne zur Räumung des radioaktiven Abfalls aus dem deutschen Atomlager Asse sind gescheitert. Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat ihren vorgeschlagenen Zeitplan verworfen – ein neuer Starttermin steht nicht in Aussicht. In der Anlage lagern rund 126.000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktivem Müll, die vor Jahrzehnten unter der Erde deponiert wurden.

Das Endlager Asse, das zwischen den 1960er- und 1970er-Jahren genutzt wurde, beherbergt Abfälle in 13 unterirdischen Kammern. Nach Bundesrecht muss die Anlage unverzüglich stillgelegt werden, wobei die BGE für die Bergung der Fässer verantwortlich ist. 2020 legte die Behörde einen Plan vor, der die Rückholung ab 2033 vorsah – mit vorläufigen Kosten von über drei Milliarden Euro.

Doch nun gibt die BGE zu, dass der Entwurf von 2020 nur eine grobe Skizze war, der entscheidende Details fehlten. Zudem hat sich seither die Zuständigkeit verschoben: Seit 2020 liegt die Hauptverantwortung beim Bund, während das Bundesamt für kerntechnische Entsorgung (BASE) seit 2021 die Koordination übernimmt. Die Finanzierung – rund 4,7 Milliarden Euro bis 2026 – stammt aus dem Bundeshaushalt, während die ursprünglich federführende Behörde, das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) in Niedersachsen, nur noch eine unterstützende Rolle spielt.

Als Grund für das Scheitern des Zeitplans nannte die BGE anhaltende Unwägbarkeiten. Ein überarbeiteter Fahrplan wurde bisher nicht vorgelegt – die Bergungsmission befindet sich damit in der Schwebe.

Die Stilllegung von Asse bleibt zwar eine gesetzliche Verpflichtung, doch der weitere Weg ist ungewiss. Ohne neuen Zeitplan werden die 126.000 Fässer mit radioaktivem Abfall vorerst unter der Erde bleiben. Die BGE muss nun ihre Strategie überdenken, bevor mit der Rückholung begonnen werden kann.

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