31 May 2026, 18:16

Atomfonds-Chefin fordert radikale Rentenreform mit Aktien-Pflicht für alle

CEO von Kenfo plädiert für Aktienrente

Atomfonds-Chefin fordert radikale Rentenreform mit Aktien-Pflicht für alle

Anja Mikus, die Chefin des deutschen staatlichen Atomfonds Kenfo, fordert einen grundlegenden Wandel bei der Rentenreform. Sie plädiert für eine stärkere Ausrichtung auf die Kapitalmärkte, um die Alterssicherung langfristig abzusichern. Ihr Vorschlag sieht ein verpflichtendes aktienbasiertes Rentensystem für alle Versicherten vor – selbst für diejenigen mit geringen Beitragszahlungen.

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Mikus leitet Kenfo seit 2017 und verwaltet dort einen Fonds in Höhe von 26,5 Milliarden Euro. Die Organisation finanziert die Lagerung von radioaktivem Abfall aus den stillgelegten deutschen Atomkraftwerken bis zum Jahr 2100. Ihre Erfahrung mit langfristigen Finanzverpflichtungen prägt ihre Haltung zur Rentenreform.

Als erfolgreiches Vorbild nennt sie den schwedischen Staatsfonds AP7, der ein kapitalgedecktes Rentensystem betreibt. Mikus ist überzeugt, dass die öffentliche Akzeptanz für solche Modelle steigt, sobald die Menschen deren Vorteile erkennen. Sie argumentiert, dass breitere Investitionen in Aktien dazu beitragen könnten, die Renten für die gesamte Bevölkerung abzusichern.

Der Vorschlag zielt darauf ab, alle Versicherten einzubeziehen – unabhängig von der Höhe ihrer Beiträge. Sollte das System eingeführt werden, könnte es die Art und Weise, wie Deutschland künftige Renten finanziert, grundlegend verändern. Mikus ist sicher, dass eine stärkere Aktienorientierung langfristige finanzielle Stabilität für Rentner schaffen wird.

Quelle