Augsburg zählt Briefwahlstimmen im Bierzelt – eine ungewöhnliche Lösung
Sebastian FischerKein Platz im Ausstellungssaal - Wahlhelfer ziehen ins Bierzelt - Augsburg zählt Briefwahlstimmen im Bierzelt – eine ungewöhnliche Lösung
Augsburgs Stichwahl um das Bürgermeisteramt nahm eine ungewöhnliche Wendung, als Wahlhelfer die Briefwahlstimmen in einem Bierzelte auszählten. Da der üblicherweise genutzte Saal kurzfristig nicht zur Verfügung stand, musste die Stadt nach einer Alternativlösung suchen – und fand sie am 22. März 2026 auf dem Plärrer-Gelände.
In der ersten Wahlrunde war noch eine Ausstellungshalle genutzt worden, doch für die Stichwahl war diese nicht mehr frei. Da keine andere große überdachte Location verfügbar war, buchte die Stadt kurzerhand ein Bierzelt. Die Wahlhelfer richteten dort Zählstationen ein und sorgten dafür, dass der Ablauf allen rechtlichen Vorgaben entsprach.
Bei der Stichwahl traten die amtierende Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) und der SPD-Kandidat Florian Freund gegeneinander an. Während im ersten Wahlgang 109.569 gültige Stimmen abgegeben worden waren, steht die genaue Zahl der im Zelt ausgezählten Stimmzettel noch nicht fest. Die Stadt bestätigte, dass das Bierzelt angesichts des engen Zeitplans und der begrenzten Räumlichkeiten die einzige praktikable Lösung gewesen sei.
Das Zelt diente als provisorisches Auszählungszentrum für die Oberbürgermeister-Stichwahl. Unter den improvisierten Bedingungen wurde die Stimmenauszählung abgeschlossen, wenn auch vorläufige Endergebnisse zunächst nicht vorlagen. Die Entscheidung der Stadt unterstreicht die logistischen Herausforderungen, mit denen die Wahl konfrontiert war.






