Baden-Württemberg rutscht in der Wirtschaftsbilanz auf vorletzten Platz ab
Philipp FischerBaden-Württemberg rutscht in der Wirtschaftsbilanz auf vorletzten Platz ab
Baden-Württembergs Wirtschaft kämpft seit drei Jahren mit Schwächephase
Das Land im Südwesten Deutschlands belegt in der aktuellen Leistungsbilanz nur noch den vorletzten Platz bundesweit – lediglich das Saarland schnitt mit einem Rückgang von 0,9 Prozent im vergangenen Jahr noch schlechter ab.
Wie die neuesten Zahlen zeigen, blieb das Wirtschaftswachstum Baden-Württembergs hinter dem Großteil der anderen Bundesländer zurück. Während Mecklenburg-Vorpommern ein Plus von 1,4 Prozent verzeichnete, schrumpfte die Industrie im Südwesten um 2,6 Prozent. Auch die Bauwirtschaft musste im Vergleich zum Vorjahr Einbußen hinnehmen.
Ein kleiner Lichtblick war der Dienstleistungssektor, der um 0,4 Prozent zulegte. Doch dieser Anstieg reichte nicht aus, um die Verluste in anderen Bereichen auszugleichen. Die gesamte Wirtschaftsleistung des Landes belief sich 2022 auf rund 667,1 Milliarden Euro, blieb damit aber unter dem bundesweiten Durchschnitt.
Trotz seiner Bedeutung – Baden-Württemberg trägt fast 15 Prozent zur gesamtdeutschen Wirtschaftsleistung bei – steckt das Land seit Langem in einer Abwärtsspirale. Die Rezession markiert das dritte Jahr in Folge mit rückläufigen Zahlen für die einst boomende Region.
Die aktuellen Daten bestätigen die anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen. Da sowohl die Industrie als auch die Bauwirtschaft schwächeln, hängt die Erholung von einer Stärkung der Schlüsselsektoren ab. Die Position am unteren Ende der bundesweiten Rangliste unterstreicht das Ausmaß der bevorstehenden Aufgaben.






