14 March 2026, 14:22

Bayern streicht Mahnungen: Steuerzahler müssen Fristen jetzt selbst im Blick behalten

Ein altes deutsches Banknoten mit einem roten Stempel, das Text, Zahlen und zusätzliche Stempel enthält und als Aktienzertifikat der deutschen Regierung ausgestellt ist.

Bayern streicht Mahnungen: Steuerzahler müssen Fristen jetzt selbst im Blick behalten

Bayerisches Landesamt für Steuern ändert Verfahren für Vorauszahlungen

Das Bayerische Landesamt für Steuern stellt die Abwicklung von Steuer-Vorauszahlungen um: Künftig erhalten Steuerzahler keine Mahnungen mehr vor Fristablauf. Mit der Maßnahme soll die Verwaltung effizienter gestaltet werden, da papierbasierte Zahlungen weiter zurückgehen.

Die Behörde versendet zudem keine Einzahlungsscheine mehr mit ihren Schreiben. Dieser Schritt folgt dem rückläufigen Gebrauch klassischer Banküberweisungen. Stattdessen werden Steuerpflichtige aufgefordert, sich für das SEPA-Lastschriftverfahren anzumelden, um pünktliche Zahlungen sicherzustellen.

Eine weitere wichtige Neuerung ist das Ende der Erinnerungen an fällige Vorauszahlungen. Bisher informierte das Amt die Steuerzahler vor Ablauf der Fristen. Ohne diese Hinweise müssen Betroffene die Termine nun selbst im Blick behalten oder auf automatisierte Zahlungsmethoden setzen.

Bisher gibt es keine Informationen, wie andere Bundesländer mit ähnlichen Änderungen umgehen wollen. Auch bleibt unklar, ob und welche alternativen Kommunikationswege die bisherigen Erinnerungen ersetzen sollen.

Steuerzahler in Bayern müssen ihre Fristen nun eigenständig verwalten. Die Behörde empfiehlt das Lastschriftverfahren als einfachste Lösung, um Säumniszuschläge zu vermeiden. Wer sich nicht anpasst, riskiert Strafen bei verspäteten Abgaben.

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