BDI schlägt Alarm: Wirtschaft frustriert über Bürokratie und Energiekosten
Philipp FischerBDI schlägt Alarm: Wirtschaft frustriert über Bürokratie und Energiekosten
Bundesverband der Deutschen Industrie warnt vor wachsender Verärgerung in der Wirtschaft
Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) warnt vor zunehmender Frustration unter Unternehmen angesichts sich verschärfender wirtschaftlicher Herausforderungen. Hohe Energiekosten, übermäßige Bürokratie und stockende Reformen belasten die Firmen – die Aussichten für das kommende Jahr sind düster. Diese Themen stehen im Mittelpunkt des Ostdeutschen Wirtschaftsforums in Bad Saarow, das vom 31. Mai bis 2. Juni stattfindet.
Rund 350 Führungskräfte aus der Wirtschaft werden täglich an dem dreitägigen Forum teilnehmen. Zu den Rednern zählen Bundeskanzler Friedrich Merz, Wirtschaftsministerin Katherina Reiche sowie die Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Im Fokus stehen Strategien zur Belebung des industriellen Wachstums inmitten anhaltender Krisen.
BDI-Hauptgeschäftsführer Holger Lösch beschrieb die Stimmung in den Unternehmen als „tief enttäuscht, ja sogar frustriert“. Besonders die überbordende Regulierung hemme Investitionen und Innovation, so Lösch, der stattdessen mehr Flexibilität fordert. Der Verband rechnet in diesem Jahr nicht mehr mit einer industriellen Expansion – zu groß seien die Belastungen durch hohe Steuern und Energiepreise.
Gleichzeitig sieht Lösch Chancen in Ostdeutschland: Verfügbare Flächen und eine gut ausgebaute Infrastruktur könnten Projekte der Rüstungsindustrie anziehen. Doch warnt er, die Politik müsse jetzt handeln – besonders in einem Wahljahr drohten Reformen zu scheitern.
Das Forum will trotz der Krise industrielle Perspektiven aufzeigen. Doch mit sinkender Geschäftserwartung pocht der BDI auf dringende Kurskorrekturen. Ohne sie, so die Warnung, bleibe die wirtschaftliche Erholung für viele Betriebe in weiter Ferne.






