13 June 2026, 06:15

Berlin führt digitales Mietregister gegen überhöhte Mieten ein

Mietregister soll bald beschlossen werden

Berlin führt digitales Mietregister gegen überhöhte Mieten ein

Berlins rot-schwarze Koalitionsregierung plant vor der Sommerpause die Einführung eines digitalen Mietregisters. Das System soll für mehr Transparenz auf dem Berliner Mietmarkt sorgen, auf dem rund 1,8 Millionen Verträge bestehen. Es bildet den Kernpunkt des bevorstehenden Wohnsicherheitsgesetzes, dessen Verabschiedung für den 2. Juli vorgesehen ist.

Das Register wird wesentliche Daten zu Mietwohnungen erfassen, darunter Adresse, Wohnfläche, Zimmerzahl und Kaltmiete. Seine Hauptaufgabe besteht darin zu prüfen, ob die Mieten die gesetzlichen Obergrenzen des Berliner Mietendeckels überschreiten, der für Neuverträge maximal 10 Prozent über dem örtlichen Vergleichsmietspiegel erlaubt.

Liegt die Miete mehr als 20 Prozent über dem Referenzwert, gilt sie als überhöht. Bei einer Überschreitung von 50 Prozent oder mehr wird sie als großzügige Ausbeutung eingestuft. Fälle überhöhter Mieten sollen in der Regel zwischen Mietern und Vermietern oder vor Gericht geklärt werden, während die Staatsanwaltschaft bei grober Ausbeutung wegen Straftatbeständen ermittelt.

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Die Koalition erhofft sich von dem Register eine Eindämmung von Wuchermieten und weniger Rechtsstreitigkeiten für Mieter. Gesetzestreue Vermieter hätten nichts zu befürchten, doch wer sich an Bereicherung versucht, müsse je nach Schwere des Verstoßes mit verwaltungsrechtlichen oder strafrechtlichen Konsequenzen rechnen.

Das Mietregister soll eine bessere Kontrolle über den Berliner Wohnungsmarkt ermöglichen. Behörden können so illegale Überpreisungen leichter erkennen und dagegen vorgehen. Die Maßnahme ist Teil umfassender Bemühungen, die Mieten in der Hauptstadt zu stabilisieren und Mieter besser zu schützen.

Quelle