Berlin plant riesiges neues Viertel Stadteingang West am Güterbahnhof Grunewald
Sebastian FischerBerlin plant riesiges neues Viertel Stadteingang West am Güterbahnhof Grunewald
Berlin treibt Pläne für ein großes neues Stadtviertel im äußersten Westen voran. Der Senat hat den Rahmen für Stadteingang West abgesegnet – ein Projekt, das einmal bis zu 5.000 Bewohner beherbergen soll. Im Mittelpunkt steht das ehemalige Güterbahnhofsgelände Grunewald, das von einer lange brachen Industriefläche zu einem modernen Quartier umgestaltet wird.
Das neue Viertel wird sich über rund 45 Hektar erstrecken, zwischen den S-Bahn-Höfen Westkreuz und Grunewald. Kernstück ist der alte Güterbahnhof, der im Falle einer erfolgreichen Bewerbung Berlins für die Olympischen Spiele auch als Olympisches Dorf dienen könnte. Während der Spiele würden Teile der Unterkünfte Athleten beherbergen, bevor sie später in Mietwohnungen umgewandelt werden.
Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Howoge übernimmt die Federführung beim Bau. Geplant sind mindestens 2.400 neue Wohnungen, wobei die Entwicklung in den nächsten zehn Jahren schrittweise umgesetzt werden soll. Das Projekt steht im Zusammenhang mit weiteren Infrastrukturmaßnahmen, darunter der Neubau des Autobahndreiecks Funkturm in Charlottenburg-Wilmersdorf.
Mit der Senatszustimmung ist ein wichtiger Schritt getan, um aus dem ehemaligen Industrieareal ein Wohnquartier zu machen. Sollten die Olympischen Spiele nach Berlin kommen, hätte das Gelände eine Doppelfunktion: zunächst als temporäres Dorf, später als festes Stadtviertel.
Die Entwicklung von Stadteingang West bringt Tausende neue Wohnungen an den westlichen Rand Berlins. Über ein Jahrzehnt verteilt, verbindet das Vorhaben Wohnungsbau, olympische Ambitionen und große Verkehrsprojekte. Aus dem einstigen Logistikstandort Grunewald wird so das Herz eines lebendigen neuen Stadtteils.






