Betrugsprozess in Freiburg: 49-Jähriger soll Löhne und Corona-Hilfen veruntreut haben
Sebastian FischerBetrugsprozess in Freiburg: 49-Jähriger soll Löhne und Corona-Hilfen veruntreut haben
Ein 49-jähriger Mann muss sich vor dem Landgericht Freiburg wegen Betrugs und Untreue verantworten. Die Anklage umfasst nicht angemeldete Beschäftigte, ausstehende Löhne sowie illegal bezogene COVID-19-Hilfsgelder. Der Prozess beginnt am 30. März 2026 um 9 Uhr.
Der Angeklagte soll mehrere Arbeiter beschäftigt haben, ohne sie bei den Sozialversicherungsträgern anzumelden. Zwischen März 2020 und November 2021 unterließ er die Zahlung der fälligen Beiträge in Höhe von rund 188.000 Euro. Zudem wird ihm vorgeworfen, in diesem Zeitraum Löhne einbehalten und veruntreut zu haben.
Neben dem Sozialversicherungsbetrug wird dem Mann auch Subventionsbetrug zur Last gelegt. Den Ermittlungen zufolge erschlich er sich etwa 60.000 Euro an Corona-Hilfen, indem er falsche Angaben machte. Der Fall wird vor einem Schöffengericht verhandelt.
Im Prozess sollen die Beweise für die finanziellen Verfehlungen über einen Zeitraum von fast zwei Jahren geprüft werden. Die Ermittler haben Unterlagen zu den ausstehenden Beiträgen und den betrügerischen Subventionsanträgen gesichert. Der Angeklagte hat sich bisher nicht öffentlich zu den Vorwürfen geäußert.
Bei einer Verurteilung drohen dem Mann Strafen wegen Sozialversicherungsbetrugs und illegaler Subventionsbezüge. Das Gericht wird entscheiden, ob die 188.000 Euro an ausstehenden Beiträgen sowie die 60.000 Euro an veruntreuten Hilfsgeldern zurückerstattet werden müssen. Ein Urteil wird nach Abschluss des Prozesses im Jahr 2026 erwartet.






