Bitburger kehrt als DFB-Partner zurück – doch der Biermarkt kämpft mit Schwächephase
Sebastian FischerBitburger kehrt als DFB-Partner zurück – doch der Biermarkt kämpft mit Schwächephase
Bitburger kehrt nach sechsjähriger Pause als offizieller Partner der deutschen Fußballnationalmannschaft zurück
Nach einer sechsjährigen Unterbrechung ist die Brauerei Bitburger wieder offizieller Partner der DFB-Elf. Das Unternehmen hatte die langjährige Zusammenarbeit 2018 beendet, sieht nun aber im Vorfeld der WM in Nordamerika neue Chancen. Geschäftsführer Stefan Schmitz betont, dass man diesmal einen „bodenständigeren“ Ansatz bei Mannschaft und DFB erlebe.
Die Bitburger Braugruppe hatte sich 2018 nach 25 Jahren Partnerschaft vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) getrennt – enttäuscht von der Entwicklung des Verbandes. Jetzt, mit einem verstärkten Fokus auf Sonderverkäufe und Markenpräsenz, steigt das Unternehmen wieder ein.
Doch der Biermarkt in Deutschland schwächelt seit Jahren. Allein 2025 sank die Produktionsmenge der Brauereien um fast sechs Prozent, wobei Bitburger noch stärker einbrach als der Branchendurchschnitt. Vor allem jüngere Verbraucher:innen trinken weniger Alkohol und gehen seltener aus. Wirtschaftliche Belastungen und ein Trend zu gesünderen Lebensstilen dämpfen die Nachfrage zusätzlich.
Ein Segment boomt jedoch: alkoholfreies Bier. Hier ist Bitburger Marktführer im 0,0%-Segment und verzeichnet zweistellige Wachstumsraten bei Umsatz und Absatz. Das Unternehmen will alkoholfreies Bier nun neu positionieren – nicht nur als Bierersatz, sondern als erfrischendes, gesundes Getränk, das mit Limonaden und anderen Softdrinks konkurriert.
Die Partnerschaft mit der Nationalmannschaft kommt für Bitburger zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Die Brauerei erhofft sich von der WM Impulse für Marktanteile und Markenstärke. Gleichzeitig spiegelt der Ausbau des alkoholfreien Sortiments den Wandel im Trinkverhalten der Deutschen wider.






