Brandenburg ebnet Weg für personalfreie Supermärkte rund um die Uhr
Tobias NeumannBrandenburg ebnet Weg für personalfreie Supermärkte rund um die Uhr
Die Landesregierung Brandenburgs hat den Weg für vollautomatisierte, personalfreie Läden im gesamten Bundesland freigemacht. Der von der SPD/CDU-Koalition unterstützte Vorschlag soll Versorgungsengpässe beheben – insbesondere in ländlichen Gemeinden. Falls das Vorhaben genehmigt wird, könnten diese intelligenten Geschäfte rund um die Uhr ohne anwesendes Personal betrieben werden.
Der Landtag hatte die Regierung zuvor aufgefordert, bis Ende März entsprechende Gesetzesänderungen vorzulegen. Die Abgeordneten wollten die Eröffnung von Mini-Supermärkten an sieben Tagen die Woche und 24 Stunden täglich ermöglichen, um die Versorgung in unterversorgten Regionen zu verbessern. Nach geltendem Recht dürfen Läden in Brandenburg bereits von Montag bis Samstag durchgehend geöffnet bleiben, wobei sechs Sonntage oder Feiertage für besonderen Verkauf reserviert sind.
Die neuen Änderungen konzentrieren sich auf vollautomatisierte Geschäfte, die ohne vor Ort tätiges Personal auskommen sollen. Während andere Bundesländer ähnliche Regelungen prüfen, gehört Brandenburgs Vorstoß zu den ersten, die explizit personalfreie Supermärkte anvisieren. Behördenvertreter argumentieren, dass solche intelligenten Läden dazu beitragen könnten, gleichwertige Lebensverhältnisse zu sichern, indem sie Lücken schließen, die durch kämpfende traditionelle Einzelhändler entstehen.
Als nächster Schritt steht eine Debatte im Landtag an. Erst nach Prüfung durch die Abgeordneten treten die Änderungen in Kraft. Die Novelle würde es automatisierten Läden ermöglichen, ohne Personal zu operieren – eine mögliche Rettungsleine für ländliche Versorgungsstrukturen. Bei einer Verabschiedung könnte Brandenburg ein Vorbild für andere Regionen sein, die vor ähnlichen Herausforderungen im Einzelhandel stehen. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Landtag.






