Brandenburger Grundschule tritt trotz AfD-Protesten Courage-Netzwerk bei
Tobias NeumannBrandenburger Grundschule tritt trotz AfD-Protesten Courage-Netzwerk bei
Grundschule Bestensee in Brandenburg tritt dem Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ bei
Die Bestensee-Grundschule in Brandenburg wird Teil des Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Die Entscheidung fiel nach einer Abstimmung, bei der 78 Prozent der teilnehmenden Mitglieder für den Beitritt stimmten – deutlich über der erforderlichen 70-Prozent-Hürde.
Die Schulleitung hatte den Antrag auf Aufnahme in das antirassistische Netzwerk gestellt, was unter Eltern eine Debatte auslöste. Eine Elterninitiative, angeführt von einem Mitglied der rechtspopulistischen AfD, lehnte den Plan ab. Sie argumentiert, das Netzwerk verbreite linke Ideologie und verstoße gegen das Neutralitätsgebot an Schulen.
Der Initiator der Elterngruppe hat rechtliche Schritte eingeleitet. Er reichte Klage beim Verwaltungsgericht Cottbus ein und beantragt eine Überprüfung der Zusammenarbeit der Schule mit dem Netzwerk durch die Bildungsbehörde. Seine Befürchtung: Eine Aushöhlung der schulischen Neutralität könnte demokratische Werte gefährden.
Trotz der Kritik stattete Brandenburgs Bildungsminister Gordon Hoffmann der Schule einen Besuch ab, um seine Unterstützung zu zeigen. Sowohl die Schule als auch die Bildungsbehörde wiesen die Vorwürfe mangelnder Neutralität des Netzwerks zurück.
An der Abstimmung beteiligten sich 92 Prozent der Stimmberechtigten, eine klare Mehrheit sprach sich für den Beitritt aus. Die Schule wird nun die Mitgliedschaft im Netzwerk umsetzen. Das gerichtliche Verfahren läuft zwar noch, doch die Entscheidung bleibt vorerst bestehen.






