Brandenburgs Koalition verliert Rückhalt – AfD liegt in Umfragen vorn
Sebastian FischerBrandenburgs Koalition verliert Rückhalt – AfD liegt in Umfragen vorn
Brandenburgs SPD-CDU-Koalition kämpft mit geringer öffentlicher Unterstützung
Fast 100 Tage nach Amtsantritt hat die rot-schwarze Koalition in Brandenburg mit schwacher Zustimmung in der Bevölkerung zu kämpfen. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass nur 28 Prozent der Bürger mit der Zusammenarbeit zufrieden sind, während 62 Prozent die bisherige Arbeit ablehnen.
Die zwischen dem 18. und 22. Juni durchgeführte Erhebung, an der 1.159 wahlberechtigte Bürger teilnahmen, offenbart verschobene politische Präferenzen im Land. Würde jetzt gewählt, läge die AfD mit Rekordwerten bei 37 Prozent vorn, während die SPD bei 22 Prozent verbliebe. Die CDU würde auf 12 Prozent fallen, und das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) käme nur noch auf 4 Prozent – und verfehlte damit die Fünf-Prozent-Hürde für den Einzug ins Parlament.
Die öffentliche Meinung über Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) bleibt gespalten: Zwar sind 46 Prozent mit seiner Amtsführung zufrieden, doch 57 Prozent halten es für richtig, dass er bis zur Wahl 2029 im Amt bleibt. Allerdings zweifeln 62 Prozent daran, dass die Koalition die Bildungspolitik verbessern wird – ein zentrales Sorgenfeld der Wähler.
Die Umfrage spiegelt zwar die aktuelle Stimmung wider, sagt aber nichts über künftige Wahlergebnisse aus. Die Herausforderungen für die Koalition sind deutlich: Neben der Bildungspolitik belasten vor allem die niedrigen Zustimmungswerte. Der Aufstieg der AfD und das mögliche Ausscheiden des BSW aus dem Landtag zeigen, wie unbeständig die politische Landschaft in Brandenburg derzeit ist.
