Braunschweigs Emsviertel vor dem großen Wandel – 7,94 Millionen Euro für die Aufwertung
Sebastian FischerBraunschweigs Emsviertel vor dem großen Wandel – 7,94 Millionen Euro für die Aufwertung
Braunschweig treibt die Aufwertung des Emsviertels in der Weststadt voran
Die Stadt beabsichtigt, sich für das Bundesprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ zu bewerben, um dringend benötigte Verbesserungen im Viertel zu finanzieren. Über den Antrag wird der Stadtrat am 1. Juni entscheiden – gerade noch rechtzeitig vor Ablauf der Bewerbungsfrist.
Laut einem 200-seitigen Entwicklungskonzept leidet das Emsviertel seit Langem unter städtebaulichen Problemen. Besonders die Parksituation verdeutlicht die Herausforderungen: Während in einigen Bereichen ein Mangel an Stellplätzen herrscht, bleiben andere ungenutzt. Die „Parkpalette“, ein mehrstöckiges Parkhaus im Viertel, ist in schlechtem Zustand, die oberste Ebene wurde aufgegeben. In der Nähe steht zudem eine Garage in der Eiderstraße seit Jahren leer.
Wie aus dem Bericht hervorgeht, gibt es seit 2007 ein Überangebot an Parkplätzen entlang der Emsstraße. Die Stadtverwaltung plädiert dafür, die Parkpalette zu sanieren, umzunutzen oder sogar abzureißen, um das Viertel aufzuwerten. Die Analyse zeigt jedoch auch, dass tiefgreifendere soziale und planerische Defizite eine zügige Lösung erfordern.
Bei einer Zustimmung würde Braunschweig rund 7,94 Millionen Euro aus eigenen Mitteln in das Projekt investieren. Das Bundesprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ würde zusätzliche Fördergelder für die Umgestaltung bereitstellen.
Die Abstimmung im Stadtrat am 1. Juni entscheidet, ob die Stadt ihren Antrag fristgerecht einreichen kann. Ein Erfolg würde Mittel für Maßnahmen freisetzen, um die Parkplatzprobleme, vernachlässigte Infrastruktur und weitere städtebauliche Missstände zu beheben. Das Ergebnis wird die Zukunft des Emsviertels nachhaltig prägen.






