Braunschweigs Händler leiden unter Dauerbaustellen – Hilfe bleibt ungewiss
Tobias NeumannBraunschweigs Händler leiden unter Dauerbaustellen – Hilfe bleibt ungewiss
Lokale Unternehmen in Braunschweig leiden unter langwierigen Baustellen
Geschäfte in Braunschweig kämpfen mit den Folgen der anhaltenden Bauarbeiten am Hagenmarkt, am Bültenweg und in der Helmstedter Straße. Geringere Kundenfrequenz, wegfallende Parkplätze und gesperrte Zufahrtswege belasten den Handel. Stadtrat Robert Glogowski (BIBS) hatte sich für die Wiedereinführung eines Baustellenfonds eingesetzt, um betroffene Betriebe zu unterstützen.
Glogowski und die BIBS-Fraktion hatten ursprünglich einen Antrag eingebracht, den Fonds wieder einzurichten. Allerdings existiert dieser zwar formal, ist aktuell aber nicht mit Mitteln ausgestattet – Grund sind die angespannte Haushaltslage der Stadt.
Kurz vor der Ratssitzung brachten SPD, CDU und Grüne in einer überraschenden Initiative einen Änderungsantrag zu Glogowskis Vorlage ein. Die Abänderung wurde angenommen und verwässerte den ursprünglichen Vorschlag. Statt einer direkten Fonds-Lösung soll nun eine Bestandsaufnahme früherer Hilfsmaßnahmen für Unternehmen erfolgen, die durch langandauernde öffentliche Bauvorhaben beeinträchtigt wurden.
Die Prüfung wird frühere Unterstützungsprogramme analysieren, finanzielle und nicht-finanzielle Hilfsinstrumente entwickeln und klare, transparente Kriterien für deren Einsatz festlegen. Die Ergebnisse sollen vor den Haushaltsberatungen für 2027/2028 in die zuständigen Ausschüsse des Rates eingebracht werden. Kritiker wie Stefan Wirtz (AfD) monierten, das Verfahren ziehe sich zu sehr in die Länge.
Aus Glogowskis konkreter Forderung nach einem Baustellenfonds wurde so eine grundsätzliche Evaluation der Wirtschaftsförderung. Die Ergebnisse der Bestandsaufnahme sollen als Grundlage für künftige Entscheidungen zu Fördermitteln und Unterstützung dienen – und damit auch den nächsten Haushaltszyklus prägen.
