Bremen fordert schärfere Sicherheitsregeln für Deutschlands Bahnen und mehr Personal
Tobias NeumannBremen fordert schärfere Sicherheitsregeln für Deutschlands Bahnen und mehr Personal
Bremen drängt auf schärfere Sicherheitsmaßnahmen in Deutschlands Bahnen
Die Hansestadt fordert strengere Strafen, mehr Personal und ein bundesweites Waffenverbot in Bahnanlagen. Nach Ansicht der Verantwortlichen reichen Kameras und digitale Tickets allein nicht aus, um Fahrgäste und Beschäftigte ausreichend zu schützen.
Allein im vergangenen Jahr wurden bundesweit über 3.200 körperliche Angriffe auf Mitarbeiter im öffentlichen Nah- und Fernverkehr registriert. Bremen begrüßt zwar einen gemeinsamen Aktionsplan für mehr Sicherheit im Schienenverkehr, besteht aber auf klarere Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten. Özlem Ünsal, Bremens Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung, betonte, dass technische Lösungen wie Überwachungskameras oder digitale Fahrscheine nicht ausreichten.
Die Stadt verlangt unter anderem einen Echtzeit-Zugriff der Bundespolizei auf Videoaufzeichnungen aus den Zügen. Zudem soll die Polizeipräsenzen an Bahnhöfen und in Zügen deutlich erhöht werden. Um die Sicherheit weiter zu stärken, setzt sich Bremen für einen flexiblen, risikobasierten Einsatz zusätzlichen Personals ein – darunter mehr Zugbegleiter und spezialisierte Sicherheitsteams, deren Finanzierung langfristig gesichert sein muss.
Ein weiterer Vorschlag ist ein bundesweites Verbot von Waffen und Messern in allen Bahnanlagen. Die Verantwortlichen argumentieren, dass nur schärfere Strafen für Angriffe auf Verkehrsmitarbeiter abschreckend wirken und die Gewalt eindämmen können.
Ziel der Maßnahmen ist es, Übergriffe zu verringern und die Sicherheit für Personal wie Fahrgäste gleichermaßen zu verbessern. Bremens Forderungen umfassen mehr Personal, strengere Gesetze und eine bessere Finanzierung der Sicherheitsvorkehrungen. Nun wartet die Stadt auf eine Reaktion der Bundesbehörden zu ihren Vorschlägen.






