08 April 2026, 02:15

Bühnenarbeiter kämpfen bei 36 Stage XL gegen prekäre Verträge und Ausbeutung

Plakat, das ein Spektakelkonzert mit zwei Männern in Anzügen ankündigt, die ernst nebeninander stehen.

Bühnenarbeiter kämpfen bei 36 Stage XL gegen prekäre Verträge und Ausbeutung

Beschäftigte des Berliner Bühnenbauunternehmens 36 Stage XL wehren sich gegen prekäre Arbeitsbedingungen

Die anarchosyndikalistische Basisgewerkschaft FAU hat sich nun eingeschaltet und droht sogar mit rechtlichen Schritten gegen Verträge, die Mitarbeiter:innen ohne grundlegende Absicherung zurücklassen.

Vojta C. und German Garcia arbeiteten beide als Bühnenarbeiter für 36 Stage XL, ein Unternehmen, das Bühnen für große Berliner Veranstaltungsorte baut und betreibt. Vojta war zunächst in einem Minijob mit einer festen Anzahl wöchentlicher Einsätze beschäftigt. Nach einer Krankheit und ausgefallenen Schichten erhielt er jedoch keinen Lohnausgleich und bekam später kaum noch Einsätze zugewiesen.

German Garcia war über ein "befristetes Arrangement" ohne garantierte Arbeitsstunden, Sozialversicherung oder Krankenversicherungsschutz angestellt. Als er krankheitsbedingt ausfiel, blieb auch er ohne Lohn und geriet in finanzielle Not.

Mittlerweile hat die FAU bei 36 Stage XL eine Betriebsgruppe gegründet, um für fairere Arbeitsbedingungen zu kämpfen. Arbeiter:innen berichten, sie müssten schwere Ausrüstung ohne ausreichende Einweisung bedienen – mit erheblichen Sicherheitsrisiken. Selbst Schutzausrüstung müssen die Beschäftigten oft aus eigener Tasche bezahlen.

Als Reaktion startete die FAU die Online-Kampagne "Stage Workers United". Die Initiative bietet Unterstützung und macht auf die Missstände in der Branche aufmerksam. Die Gewerkschaft prüft nun rechtliche Schritte gegen die Arbeitsverträge des Unternehmens.

Die FAU-Kampagne rückt die anhaltenden Probleme bei 36 Stage XL in den Fokus: unregelmäßige Arbeitszeiten, kein Krankengeld und unsichere Arbeitsbedingungen. Eine mögliche Klage könnte das Unternehmen zwingen, Verträge zu ändern, die Mitarbeiter:innen derzeit ohne grundlegende Absicherung lassen. Das Ergebnis könnte Präzedenzfall für ähnliche Konflikte in der Veranstaltungsbranche werden.

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