26 June 2026, 12:13

Bund übernimmt Milliardenkosten für Kommunen – Entlastung ab 2027

Bund und Länder einigen sich auf finanzielle Reform

Bund übernimmt Milliardenkosten für Kommunen – Entlastung ab 2027

Die Bundesregierung und die Länderchefs haben einen langwierigen Streit über die finanzielle Belastung der Kommunen beigelegt. Eine neue Vereinbarung sieht vor, dass der Bund künftig die Kosten erstattet, die durch Bundesgesetze entstehen. Das Abkommen soll die Haushalte der Städte und Gemeinden ab dem kommenden Jahr entlasten.

Im Mittelpunkt des Konflikts standen Bundesgesetze, die in den vergangenen zehn Jahren erhebliche Zusatzkosten für Länder und Kommunen verursacht haben. Besonders belastend wirkten sich drei Regelungen aus: das Bundesteilhabegesetz, die Reformen im Kinder- und Jugendhilferecht sowie das Unterhaltsvorschussgesetz.

Nach den neuen Regeln übernimmt der Bund 80 Prozent der Ausgaben, sobald die Umsetzungskosten 200 Millionen Euro übersteigen. Die Erstattungen werden aus den Mehreinnahmen der Mehrwertsteuer finanziert. Das zugrundeliegende Prinzip ist klar: Wer Kosten veranlasst, muss sie auch tragen.

Die Regelungen treten am 1. September in Kraft. Rheinland-Pfalz’ Ministerpräsident Gordon Schnieder erwartet, dass die Änderungen den Kommunen ab 2027 Entlastungen in Milliardenhöhe bringen werden. Schätzungen zufolge könnten die Gemeinden allein im ersten Jahr rund 3 Milliarden Euro einsparen, in den Folgejahren sollen die Ersparnisse weiter steigen.

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Die Einigung markiert einen Wandel in der Verteilung der Bundeslasten auf die kommunale Ebene. Künftig erhalten Städte und Gemeinden finanzielle Unterstützung bei der Umsetzung von Bundesgesetzen. Die Neuregelungen sollen den Haushaltsdruck in den kommenden Jahren spürbar verringern.

Quelle