Bundesländer fordern nationales Lager für Stromnetz-Notfälle nach Sabotageangriff
Tobias NeumannBundesländer fordern nationales Lager für Stromnetz-Notfälle nach Sabotageangriff
Bundesländer schlagen nationales Lager für Bau- und Reparaturmaterial vor
Die Innenminister der deutschen Bundesländer planen die Einrichtung eines Nationalen Reservelagers für Bau- und Instandsetzungsmaterial. Ziel ist es, kritische Infrastruktur – insbesondere die Stromnetze – vor wachsenden Bedrohungen zu schützen und im Schadensfall schneller wiederherzustellen. Wichtige Komponenten wie Transformatoren und Kabel sollen für Notfälle vorgehalten werden.
Anlass für den Vorschlag ist der Sabotageakt an der Berliner Stromversorgung im Januar 2023. Damals waren zehntausende Haushalte tagelang ohne Strom. Die Behörden wollen ähnliche Störungen künftig verhindern.
In dem Reservelager sollen Hochspannungstransformatoren, Schaltanlagen, Spezialkabel und Schutzsysteme gelagert werden – allesamt unverzichtbare Bauteile für schnelle Reparaturen. Zudem fordern die Länder bundesweite Regelungen, um in Krisenfällen Genehmigungen für Schwer- und Großraumtransporte zu beschleunigen.
Das Vorhaben zielt darauf ab, Verzögerungen bei Notfallreparaturen zu minimieren. Ein rascherer Zugang zu Materialien und vereinfachte Transportwege sollen Schwachstellen in der Lieferkette verringern. Durch die Bevorratung zentraler Stromnetzkomponenten und die Straffung der Transportvorschriften in Ausnahmesituationen soll die Widerstandsfähigkeit Deutschlands gegen künftige Angriffe gestärkt werden.






