14 April 2026, 04:17

Bundesnetzagentur leitet Bußgeldverfahren gegen 77 Energieunternehmen ein

Liniengraph, der die Stromerzeugung aus Wind und Solar in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Bundesnetzagentur leitet Bußgeldverfahren gegen 77 Energieunternehmen ein

Bundesnetzagentur leitet Verfahren gegen 77 Unternehmen wegen verpasster Ziele bei intelligenten Stromzählern ein

Die Bundesnetzagentur hat gegen 77 Unternehmen Maßnahmen eingeleitet, weil diese die gesetzlichen Vorgaben zur Installation intelligenter Stromzähler nicht erfüllen. Die Firmen verfehlten eine zentrale rechtliche Verpflichtung: Bis Ende 2025 hätten mindestens 20 Prozent der Messstellen mit hohem Verbrauch mit modernen Zählsystemen ausgerüstet sein müssen. Die Aufsichtsbehörde warnt nun vor weiteren Sanktionen bei weiterer Nicht-Einhaltung der Regeln.

Das Messstellenbetriebsgesetz schreibt vor, dass Grundversorger intelligente Zähler bei Verbrauchern installieren müssen, die jährlich mehr als 6.000 Kilowattstunden verbrauchen. Rechtlich vorgesehen war, dass bereits 20 Prozent dieser Messstellen umgerüstet sein müssten – doch viele Unternehmen sind im Rückstand. Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, betonte, dass intelligente Zähler unverzichtbar für die Modernisierung des Stromnetzes seien.

Die Behörde hat nun 77 Bußgeldverfahren gegen säumige Unternehmen eingeleitet. Bei Verstößen drohen Zwangsgelder, deren Höhe sich an der finanziellen Lage der Firmen orientiert. Müller kritisierte zudem, dass einige Unternehmen ihre gesetzlichen Pflichten ignorierten.

Die Regulierungsbehörde wird die Fortschritte in den kommenden Jahren weiter überwachen. Nach dem Meilenstein 2025 folgt das nächste Ziel: Bis Ende 2032 sollen 90 Prozent der verpflichtenden Installationen abgeschlossen sein. Künftig wird sich die Aufsicht besonders auf kleinere und mittlere Betriebe konzentrieren, die noch hinterherhinken.

Die 77 betroffenen Unternehmen müssen nun nachbessern oder riskieren finanzielle Strafen. Die Bundesnetzagentur wird die Einhaltung der Fristen weiterhin streng kontrollieren. Die Einführung intelligenter Zähler bleibt eine gesetzliche Voraussetzung für die Modernisierung der deutschen Energieinfrastruktur.

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