Bundestag beschleunigt Anerkennung ausländischer Gesundheitsabschlüsse ab 2026
Tobias NeumannBundestag beschleunigt Anerkennung ausländischer Gesundheitsabschlüsse ab 2026
Der Bundestag hat ein neues Gesetz verabschiedet, um die Anerkennung ausländischer Abschlüsse im Gesundheitsbereich zu beschleunigen. Der von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken eingebrachte Entwurf zielt darauf ab, bürokratische Hürden abzubauen und digitale Verfahren für Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Apothekerinnen und Apotheker sowie Hebammen einzuführen.
Bei der Abstimmung am Donnerstag erhielt der Gesetzentwurf Unterstützung von der Regierungskoalition und den Grünen. Die AfD lehnte ihn ab, während die Linke sich der Stimme enthielt. Bevor das Gesetz in Kraft treten kann, muss es nun noch den Bundesrat passieren. Der geplante Starttermin ist der 1. November 2026.
Die Reform vereinheitlicht die Anerkennungverfahren in allen Bundesländern. Zudem ermöglicht sie Behörden, die Sprachkenntnisse von Bewerberinnen und Bewerbern aus Drittstaaten bereits vor Abschluss ihrer Berufsausbildung zu prüfen. Laut Bundesregierung werden die Änderungen die Bürokratie verringern und durch digitale Lösungen für schnellere Abläufe sorgen.
Das Gesetz führt einheitliche Regelungen und Online-Systeme für die Anerkennung ausländischer Gesundheitsberufsqualifikationen ein. Nach Zustimmung des Bundesrates soll es Ende 2026 in Kraft treten. Ziel ist es, das Verfahren sowohl für Antragstellende als auch für die Verwaltungsbehörden zu vereinfachen.






