27 April 2026, 08:18

Bundeswehr-Kauf von 902 Tankcontainern gestoppt – Preise explodieren auf das Doppelte

Schwarz-weißes Bild eines Dokuments mit der Überschrift "Vast German War Material Surrendered to Allies" mit detaillierten Illustrationen von übergebenen deutschen Militärfahrzeugen und Schiffen.

Bundeswehr-Kauf von 902 Tankcontainern gestoppt – Preise explodieren auf das Doppelte

Deutsche Abgeordnete haben einen Plan des Verteidigungsministeriums zum Kauf von 902 Dieselkraftstoff-Tankcontainern vorerst gestoppt. Der Schritt folgt auf drastische Preiserhöhungen – der jüngste Deal kostet fast das Doppelte des Betrags, der 2021 gezahlt wurde. Haushaltspolitiker der Unionsfraktion und der SPD forderten eine Überprüfung, bevor weitere Schritte unternommen werden.

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2021 hatte die Bundeswehr 153 ähnliche Container für 21,8 Millionen Euro erworben, was einem Stückpreis von durchschnittlich 142.000 Euro entsprach. Der neue Vertrag sieht jedoch einen Preis von rund 291.000 Euro pro Container vor – mehr als das Doppelte des vorherigen Satzes. Die Gesamtkosten für 902 Einheiten würden sich inklusive Mehrwertsteuer auf 262,67 Millionen Euro belaufen.

Ein Mitglied des Haushaltsausschusses bezeichnete den Preisanstieg als "skandalös". Der haushaltspolitische Sprecher der CDU, Andreas Mattfeldt, kritisierte das Fehlen eines wettbewerblichen Vergabeverfahrens. Zudem warnte er, dass eine Nichtbehandlung des Problems jetzt die finanzielle Handlungsfähigkeit im Jahr 2029 einschränken könnte, wenn die Container geliefert werden sollen.

Die Behälter sollen die Litauen-Brigade und die allgemeine Truppenlogistik unterstützen. Während der aktuelle Deal 902 Einheiten umfasst, könnte eine umfassendere Rahmenvereinbarung später bis zu 4.200 Container umfassen – mit einem Gesamtbudget von etwa 902 Millionen Euro. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums lehnte eine Stellungnahme ab und verwies darauf, dass Details vertraulich blieben, bis der Bundestag die endgültige Zustimmung erteile.

Die Beschaffung bleibt vorerst ausgesetzt, während die Abgeordneten eine Neubewertung fordern. Bei einer Genehmigung sollen die Container bis 2029 ausgeliefert werden, um die militärische Logistik zu stärken. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Bundestag, der Kostenbedenken gegen operative Erfordernisse abwägen muss.

Quelle