"Bunt statt braun": Proteste gegen umstrittene AfD-Kinderschutz-Tagung in Hannover
Tobias Neumann"Bunt statt braun": Proteste gegen umstrittene AfD-Kinderschutz-Tagung in Hannover
Bunte statt braun: Protest vor dem niedersächsischen Landtag am Samstag
Dieses Wochenende findet vor dem Landtag in Niedersachsen eine Demonstration der Initiative „Bunt statt braun“ statt. Die Kundgebung fällt zeitlich mit einer Fachtagung zum Kinderschutz zusammen, die von der AfD-Landtagsfraktion veranstaltet wird. Die Konferenz stößt bei politischen und gesellschaftlichen Gruppen auf breite Ablehnung.
Die von der AfD organisierte Veranstaltung behandelt Themen wie „Gender-Ideologie“, die angebliche Verharmlosung von Pädophilie, Gewalterfahrungen sowie die frühkindliche Sexualisierung. Koordiniert wird die Tagung von Vanessa Behrendt, familienpolitischer Sprecherin der Partei. Als Redner treten unter anderem Beatrix von Storch, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der AfD, Uwe Kranz, ehemaliger Präsident des Thüringer Landeskriminalamts, und die EU-Abgeordnete Christine Anderson auf.
Gegner der Konferenz haben sich unter dem Motto „Unser Regenbogen bleibt bunt“ formiert. Zu den Unterstützern des Protests zählen „Omas gegen Rechts“, „Aufstehen gegen Rassismus“, die Gewerkschaften Verdi und GEW, die katholische Kirche, SPD und Grüne. Das linksgerichtete Bündnis wirft der AfD vor, den Kinderschutz für ihre Zwecke zu instrumentalisieren, und stuft die Partei als gesichert rechtsextrem ein.
Während im Landtag die AfD mit prominenten Rednern zu umstrittenen gesellschaftspolitischen Themen referiert, wird draußen der Widerstand gegen ihre Haltung zur Kindeswohl-Debatte laut. Die gleichzeitigen Veranstaltungen spiegeln die polarisierten politischen Positionen wider.






