CDU und DGB fordern verpflichtende betriebliche Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer
Tobias NeumannCDU und DGB fordern verpflichtende betriebliche Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer
In Deutschland gewinnt die Forderung nach verpflichtenden betrieblichen Altersvorsorge-Modellen an Fahrt. Zwei zentrale Akteure – Dennis Radtke von der CDU und Yasmin Fahimi vom DGB – haben unabhängig voneinander, aber mit ähnlichen Ansätzen, entsprechende Vorschläge vorgelegt. Beide Pläne zielen darauf ab, die Alterssicherung für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu stärken.
Dennis Radtke, Vorsitzender der CDU-Arbeitnehmervereinigung CDA, setzt sich dafür ein, dass jeder Beschäftigte Anspruch auf eine betriebliche Altersvorsorge erhält. Seiner Meinung nach könnten verpflichtende Systeme Lücken in der Rentenversorgung schließen. Als Beispiele verweist er auf Branchen, in denen solche Modelle bereits erfolgreich funktionieren.
Zudem fordert Radtke eine bessere Verzahnung der drei Säulen des deutschen Rentensystems. Sein Ziel ist es, im Alter einen angemessenen Lebensstandard zu sichern. Unterdessen hat die regierende Koalition aus Union und SPD eine große Rentenreform angekündigt.
Yasmin Fahimi, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), unterstützt einen ähnlichen Ansatz. Ihr Vorschlag sieht vor, dass betriebliche Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer verpflichtend wird – finanziert durch Beiträge der Arbeitgeber. Diese zusätzliche Absicherung würde neben der gesetzlichen Rente und privaten Vorsorge stehen.
Sowohl Radtke als auch Fahimi betrachten die betriebliche Altersvorsorge als unverzichtbar für künftige Rentnergenerationen. Beide Modelle setzen auf Beiträge von Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Nun stellt sich die Frage, wie die Bundesregierung ihre angekündigte Rentenreform konkret ausgestalten wird.






