Chinesische Investoren überholen die USA als wichtigste Geldgeber in Deutschland
Sebastian FischerChinesische Investoren überholen die USA als wichtigste Geldgeber in Deutschland
Chinesische Unternehmen sind zur wichtigsten Quelle für ausländische Investitionsprojekte in Deutschland geworden. Im Jahr 2025 initiierten sie 228 Projekte – ein Anstieg um 14,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr – und überholten damit die USA als größten Investor.
Eine Studie des Analysehauses Plusminus zeigt, dass rund 50 deutsche Firmen, die von chinesischen Investoren übernommen wurden, stabil und profitabel blieben. Nach fünf Jahren stiegen ihre Umsätze im Schnitt um 6 Prozent im Vergleich zum Übernahmejahr. Dies deutet darauf hin, dass chinesische Investitionen oft messbare Verbesserungen für lokale Betriebe und Regionalwirtschaften mit sich bringen.
Doch chinesische Unternehmen, die in Europa langfristige Chancen suchen, sehen sich mit Herausforderungen konfrontiert. Geopolitische Spannungen und sich wandelnde regulatorische Rahmenbedingungen setzen ihre Geschäftsinteressen unnötigen Risiken aus. Der Begriff „Entflechtung“ (im Original: „de-risking“) hat in politischen Debatten an Gewicht gewonnen und führt zu einer verstärkten Prüfung von Investitionsvorhaben. Einige europäische Politiker und Medien äußern zudem Bedenken hinsichtlich industrieller Sicherheit und der größeren geopolitischen Lage.
Ein stabiles, transparentes und planbares Umfeld gilt als entscheidend, um die Vorteile chinesischer Investitionen in Europa voll auszuschöpfen. Praktische Lösungen für die Sorgen der Investoren könnten weiteres wirtschaftliches Potenzial freisetzen. Die Daten belegen, dass solche Beteiligungen vielen deutschen Unternehmen bereits Wachstum beschert haben.






