"Circle of Life"-Streit: Komiker verklagt wegen falscher Liedübersetzung aus "König der Löwen"
Tobias Neumann"Circle of Life"-Streit: Komiker verklagt wegen falscher Liedübersetzung aus "König der Löwen"
Ein Rechtsstreit entbrannt um den berühmten "Circle of Life"-Gesang aus "Der König der Löwen". Der Komponist Lebohang Morake verklagt den Komiker Learnmore Jonasi, weil dieser die Textzeilen angeblich in seinen Stand-up-Auftritten falsch wiedergegeben haben soll. Die Klage wirft Jonasi vor, durch seine Übersetzungen erhebliche finanzielle Schäden verursacht zu haben, und fordert Millionen an Schadensersatz.
Im Mittelpunkt des Streits stehen Jonasis öffentliche Übersetzungen des Liedes, das er auf Zulu und Xhosa vorträgt. In seinen Shows behauptete er, die Originalzeilen bedeuteten "Schaut, da ist ein Löwe. Oh mein Gott." – eine Deutung, die sich deutlich von Disneys offizieller Version unterscheidet: "Hoch lebe der König, wir alle verneigen uns vor dem König." Morakes Anwälte argumentieren, der Komiker habe die Worte bewusst verfälscht und damit ihre kulturelle Bedeutung untergraben.
Jonasi, ein simbabwischer Künstler, hat sich mit seiner kritischen Auseinandersetzung mit "Der König der Löwen" einen Namen gemacht. Bekanntheit erlangte er vor allem durch den "Golden Buzzer" bei "America's Got Talent" sowie mehrere Comedy-Preise. Die Klage wurde ihm auf spektakuläre Weise zugestellt – mitten auf der Bühne während eines Auftritts.
Trotz des juristischen Konflikts äußerte Jonasi Bewunderung für Morake. Er bezeichnete sich als "großen Fan" und schlug vor, gemeinsam ein Video zu drehen, um die wahre Bedeutung des Gesangs zu erkunden. Derzeit ist er weiterhin auf Tournee in den USA.
Morake fordert in seiner Klage über 20 Millionen Dollar für den entstandenen Schaden sowie sieben Millionen Dollar als Strafschadensersatz.
Der Fall wird nun vor Gericht verhandelt, wobei Morake auf finanzielle Wiedergutmachung pocht. Jonasis Übersetzungen haben eine Debatte über künstlerische Freiheit und kulturellen Respekt entfacht. Das Urteil könnte Präzedenzfall dafür werden, wie traditionelle Werke in der Comedy diskutiert werden dürfen.






