10 June 2026, 10:15

Dehoga-Präsident warnt vor höheren Arbeitskosten durch geplante Reformen

Vor Spitzentreffen im Kanzleramt: Dehoga-Chef warnt vor Klassenkampf und fordert neues Arbeitszeitgesetz

Dehoga-Präsident warnt vor höheren Arbeitskosten durch geplante Reformen

Der Präsident des Dehoga-Gastgewerbeverbands, Schimke, hat scharfe Kritik an Plänen geübt, die zu höheren Arbeitskosten führen könnten. Er warnt, dass verpflichtende betriebliche Altersvorsorge und andere Reformen Unternehmen belasten und die wirtschaftliche Stabilität gefährden könnten.

Schimke lehnte den Vorstoß der DGB-Vorsitzenden Yasmin Fahimi ab, eine Pflicht zur betrieblichen Altersvorsorge einzuführen. Eine solche Regelung würde seiner Meinung nach den bürokratischen Aufwand und die tatsächlichen Kosten für die Betriebe erhöhen – ohne dabei Wachstum zu fördern oder die Beschäftigungschancen zu verbessern.

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Zudem betonte er die Dringlichkeit des geplanten Arbeitszeitgesetzes. Schimke hofft, dass der anstehende Krisengipfel im Kanzleramt vor der Sommerpause ein klares Signal für die Einführung einer einheitlichen Wochenarbeitszeit setzt.

Über die Rentenfrage hinaus sieht er Risiken in weiteren Vorhaben, die die Lohnnebenkosten erhöhen könnten. Die Zeit dränge, so Schimke, und die Politik müsse nun schnell handeln. Er erwartet von den Koalitionsspitzen, dass sie die vereinbarten Reformen mit Entschlossenheit vorantreiben.

Schimke besteht darauf, dass stabile Arbeitsplätze und eine starke Wirtschaft durch Pragmatismus entstehen – nicht durch Klassenkampf. Der Branchenverband setzt auf den Krisengipfel, um diese Themen anzugehen. Ohne Gegenmaßnahmen drohten den Unternehmen sonst höhere Kosten und ein größerer Verwaltungsaufwand.

Quelle