08 June 2026, 22:15

Deutsche Bahn rüstet gegen Gewalt in Regionalzügen mit KI und Schutzwesten auf

Deutsche Bahn verschärft Sicherheitsmaßnahmen im Regionalverkehr

Deutsche Bahn rüstet gegen Gewalt in Regionalzügen mit KI und Schutzwesten auf

Deutsche Bahn führt neue Sicherheitsmaßnahmen gegen steigende Gewalt in Regionalzügen ein

Die Deutsche Bahn (DB) reagiert mit verschärften Sicherheitsvorschriften auf die zunehmende Gewalt in Regionalzügen. Der Schritt folgt auf einen deutlichen Anstieg von Übergriffen in mehreren Bundesländern – trotz eines leichten Rückgangs auf nationaler Ebene. Ab Juli erhalten Mitarbeiter stichfeste Westen, KI-gestützte Konflikterkennung und erweitertes Training, um die Sicherheit zu verbessern.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Zahlen zu körperlichen Angriffen in den Regionalverkehren der DB zeigen besorgniserregende Entwicklungen: Zwar sanken die Übergriffe bundesweit 2025 um sieben Prozent, doch in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Teilen Baden-Württembergs stiegen sie um 15 Prozent. Diese Zahlen veranlassten das Unternehmen, den Schutz für Mitarbeiter und Fahrgäste zu verstärken.

Ein Pilotprojekt in Bremen testete erfolgreich die KI-basierte Konflikterkennung anhand von Echtzeit-Kameraaufnahmen. Der Versuch bestätigte, dass die Technologie datenschutzkonform einsetzbar ist, und ebnet den Weg für eine flächendeckende Einführung. Körperkameras, die bereits im Einsatz sind, haben sich bereits als wirksames Abschreckungsmittel gegen Aggressionen erwiesen. Bis August werden alle betreffenden Mitarbeiter in ihrer Nutzung geschult.

Zu den weiteren Maßnahmen gehören stichfeste Westen für das Servicepersonal, die ab Juli eingeführt werden. DB Regio testet zudem „1-zu-1-Begleitungen“ und Doppelbesetzungen in Risikogebieten. Das verpflichtende Deeskalationstraining wird um ein neues Modul zur Durchsetzungsfähigkeit in Konfliktsituationen erweitert.

Harmen van Zijderveld, Vorstandsvorsitzender von DB Regio, betonte die Haltung des Unternehmens: „Angst hat in unseren Zügen keinen Platz.“ Ziel sei es, ein Umfeld zu schaffen, in dem sich sowohl Mitarbeiter als auch Fahrgäste sicher und respektiert fühlen.

Die erweiterten Sicherheitsvorkehrungen werden in den kommenden Monaten schrittweise umgesetzt. Das Personal wird Schutzausrüstung tragen, KI-gestützte Überwachung nutzen und aktualisierte Schulungen erhalten. Die Maßnahmen sollen die Gewalt reduzieren und für sicherere Fahrten im gesamten Regionalnetz der DB sorgen.

Quelle