Deutsche Bahn setzt auf Körperkameras und KI für mehr Sicherheit im Regionalverkehr
Philipp FischerDeutsche Bahn setzt auf Körperkameras und KI für mehr Sicherheit im Regionalverkehr
Die Deutsche Bahn führt neue Sicherheitsmaßnahmen für ihren Regionalverkehr ein. Zu den Änderungen gehören erweiterte Schulungen für Mitarbeiter, Körperkameras für das Personal sowie Testläufe mit stichsicheren Westen. Mit diesen Schritten sollen die Sicherheit von Beschäftigten und Fahrgästen gleichermaßen verbessert werden.
Ab Juli wird das Unternehmen stichsichere Westen als Teil der persönlichen Schutzausrüstung erproben. Parallel dazu sind Pläne für den Einsatz von KI-gestützter Echtzeitanalyse von Kameraaufnahmen aus Zügen in Vorbereitung. Die Technologie soll Konflikte frühzeitig erkennen und Notfallreaktionen beschleunigen.
Bis August erhalten alle Mitarbeiter im Kundenkontakt eine Schulung im Umgang mit Körperkameras. Zwar bleibt das Tragen freiwillig, doch das Programm fördert eine breitere Nutzung. Die Daten zeigen bereits Wirkung: Bei über 500 dokumentierten Vorfällen gab es nur einen schweren Angriff.
Die Deeskalationstrainings werden um ein neues Modul namens „Durchsetzungsvermögen im Zug“ erweitert. Diese Aktualisierung wird bundesweit umgesetzt. Weitere Sicherheitskonzepte wie „Einzelbetreuung“ und die Doppelbesetzung in Servicebereichen haben sich ebenfalls in Pilotprojekten bewährt.
Ab Herbst zeichnen die Körperkameras sowohl Video- als auch Tonaufnahmen auf. Der Schritt folgt positiven Rückmeldungen aus Testphasen und soll aggressives Verhalten in Zügen weiter eindämmen. Die Maßnahmen bauen auf bestehenden Sicherheitsprogrammen auf und kombinieren neue Technologien mit gezielten Schulungen. Die Deutsche Bahn erwartet, dass die Änderungen Vorfälle reduzieren und das Sicherheitsgefühl der Mitarbeiter stärken. Die Umsetzung wird in den kommenden Monaten schrittweise fortgesetzt.






