29 June 2026, 12:28

Deutsche Bauwirtschaft kämpft mit historischer Krise trotz leichter Hoffnungsschimmer

Zementverbrauch auf Vorkriegsniveau

Deutsche Bauwirtschaft kämpft mit historischer Krise trotz leichter Hoffnungsschimmer

Die deutsche Bauwirtschaft steht trotz eines leichten Anstiegs der Aktivität vor schweren Herausforderungen. Zwar sind die Baugenehmigungen um 10 Prozent gestiegen, doch der Wohnungsbau bleibt insgesamt auf niedrigem Niveau. Branchenvertreter warnen, dass sich der Abschwung in allen Bereichen weiter verschärft.

Der Zementverbrauch ist auf den niedrigsten Stand seit dem Zweiten Weltkrieg gesunken. Aktuell liegt er fast 30 Prozent unter den Werten von 2020. Dominik von Achten, Vorstandsvorsitzender von Heidelberg Materials, spricht von einer „voll ausgeprägten Rezession“ in der Baustoffindustrie.

Hohe Zinsen und steigende Baukosten haben den privaten Wohnungsbau zum Erliegen gebracht. Auch öffentliche Infrastrukturprojekte sowie Investitionen in Gewerbe- und Büroimmobilien sind stark zurückgegangen. Zwar wurden staatliche Mittel für die Infrastruktur bereitgestellt, doch deren Wirkung bleibt bisher aus.

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Für die zweite Jahreshälfte wird eine leichte Erholung der Bautätigkeit erwartet. Dennoch bleibt die Branche unter Druck, ohne dass sich kurzfristig eine Entlastung abzeichnet. Die Nachfrage nach Zement und die Bauaktivität befinden sich auf historisch niedrigem Niveau. Ob es zu einer Besserung kommt, hängt von der Wirksamkeit der bereitgestellten Mittel und der allgemeinen Wirtschaftslage ab.

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