21 April 2026, 00:25

Deutschland beschleunigt Sefe-Privatisierung bis 2028 – Fusion mit Uniper im Gespräch

Eine Säulen-Diagramm, das den prozentualen Anteil von Europas Abhängigkeit von russischem Erdgas zeigt, mit Text, der die Investitionsprozentsätze angibt.

Deutschland beschleunigt Sefe-Privatisierung bis 2028 – Fusion mit Uniper im Gespräch

Deutschland treibt die Pläne zur Privatisierung von Sefe voran, der ehemaligen Gazprom-Tochter Gazprom Germania, die 2022 unter staatliche Kontrolle gestellt wurde. Die Bundesregierung muss ihren Anteil bis Ende 2028 um mindestens 75 Prozent reduzieren, wobei nach einer ersten Kapitalerhöhung weitere Verkäufe folgen sollen. Steigende Gaspreise und geopolitische Spannungen haben den Prozess beschleunigt.

Die Privatisierung folgt der Übernahme von Sefe durch den deutschen Staat nach Russlands Angriff auf die Ukraine. Das Unternehmen, einst ein zentraler Bestandteil von Gazproms Europa-Geschäft, agiert nun eigenständig. Um seine Zukunft zu sichern, plant Sefe, durch eine Kapitalerhöhung zwischen 1,5 und 2 Milliarden Euro einzunehmen.

Die Regierung hat ausgeschlossen, die Kerngeschäfte von Sefe aufzuteilen, und hält das Unternehmen damit als Ganzes für potenzielle Investoren bereit. Eine mögliche Option in der Diskussion ist eine Fusion mit Uniper, einem weiteren großen deutschen Energiekonzern. Dadurch könnte ein stärkerer Akteur auf dem europäischen Gasmarkt entstehen.

Unterdessen halten regionale Energiekonflikte an. Gazprom hat gedroht, ab Januar die Gaslieferungen an die Republik Moldau wegen ausstehender Schulden einzustellen. Als Reaktion erwägt Moldau die Verstaatlichung ihres Gasversorgers Moldovagaz. In einem anderen Fall hat die USA eine letzte einmonatige Ausnahme von den Sanktionen für die Naftna Industrija Srbije (NIS) gewährt, ein serbisches Ölunternehmen, das sich in russischem Besitz befindet.

Die Privatisierung von Sefe wird die deutsche Energielandschaft neu gestalten, wobei bis 2028 ein großer Anteil veräußert werden soll. Die geplante Kapitalerhöhung und eine mögliche Fusion mit Uniper deuten auf das Streben nach Stabilität in einem unbeständigen Gasmärkten hin. Die Entwicklungen werden auch die europäische Energiesicherheit beeinflussen, während die Spannungen mit Russland anhalten.

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