DFB setzt vor WM 2026 auf sportliche Prioritäten – aber nicht ohne Werte
Philipp FischerDFB setzt vor WM 2026 auf sportliche Prioritäten – aber nicht ohne Werte
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat vor der WM 2026 seine zurückhaltende Haltung in politischen Fragen bekräftigt. Das Turnier findet in Mexiko, Kanada und den USA statt. DFB-Präsident Bernd Neuendorf betonte, der Verband konzentriere sich auf den Sport, sehe aber auch den größeren gesellschaftlichen Rahmen des Events.
Neuendorf stellte klar, dass Hass, Ausgrenzung, Rassismus und Antisemitismus im Fußball keinen Platz hätten. Vielmehr stehe der Fußball für Zusammenhalt statt Spaltung. Der DFB werde sich weiterhin zu seinen Grundwerten bekennen – darunter Freiheit, Demokratie, Respekt und Inklusion.
Der Verband stehe in engem Austausch mit dem Auswärtigen Amt und anderen Behörden. Aktuell werden die Bedingungen in den Gastgeberländern geprüft. Neuendorf erklärte, der DFB könne politische Realitäten nicht ignorieren, doch bleibe der Fußball im Mittelpunkt.
Er argumentierte, der Verband solle nicht zu jeder tagespolitischen Entwicklung Stellung nehmen. Stattdessen werde man in unruhigen Zeiten Zurückhaltung wahren. Gleichzeitig räumte Neuendorf ein, dass Sport nicht im luftenleeren Raum stattfinde – die sportlichen Ziele des DFB hätten jedoch Priorität.
Bis zur WM wird der Verband die Lage weiter beobachten. Seine Position balanciert zwischen politischem Problembewusstsein und der Fokussierung auf den Fußball. Leitlinien bleiben dabei die DFB-Werte von Toleranz und Inklusion, die während des Turniers handlungsweisend sein sollen.






