"Die Zeit" erreicht unter neuer Führung Rekord-Abonnentenzahlen – doch die Krise bleibt
Sebastian Fischer"Die Zeit" erreicht unter neuer Führung Rekord-Abonnentenzahlen – doch die Krise bleibt
"Die Zeit" verzeichnet unter neuer Führung Rekord-Abonnentenzahlen
Nils von der Kall übernahm im Februar 2023 die Geschäftsführung der Zeit und löste damit den langjährigen Verleger Rainer Esser ab. Der Wechsel erfolgt zu einer Zeit, in der die Medienbranche vor wachsenden Herausforderungen und einem rasanten Wandel steht.
Von der Kall trat sein Amt mit einer klaren Vision für die Zukunft an. Er betonte, dass es in der Medienwelt kein "Weiter so" geben werde, und verwies auf tiefgreifende strukturelle Veränderungen, die bevorstünden. Seine Führung markiert einen Bruch mit seiner bisherigen Rolle – die neue Verantwortung bezeichnete er als "grundlegend anders".
Der schwache Werbemarkt belastet zwar die wirtschaftliche Performance der Zeit, doch die Abonnentenzahlen des Blattes sind auf ein Rekordhoch gestiegen. In den kommenden Wochen will von der Kall alle wichtigen Geschäftsbereiche überprüfen, um eine strategische Ausrichtung für das Unternehmen festzulegen.
Sein Ziel ist es, den Erfolg der Zeit weit über das Jahr 2030 hinaus zu sichern. Im Gespräch mit turi2, einer Publikation des Medienfachverlags Oberauer, unterstrich er die Notwendigkeit entschlossenen Handelns in einer sich wandelnden Branche.
Zunächst konzentriert sich von der Kall darauf, die Abläufe der Zeit zu analysieren und sich an die Veränderungen der Medienlandschaft anzupassen. Die Rekord-Abonnentenzahlen deuten auf eine starke Leserbindung hin, doch die wirtschaftlichen Herausforderungen bleiben bestehen. Seine Führung wird maßgeblich darüber entscheiden, wie das Blatt die Umbrüche der kommenden Jahre meistert.






