Dörings FDP-Debattenboykott entfacht Streit um Junge Freiheit und AfD-Nähe
Tobias NeumannDörings FDP-Debattenboykott entfacht Streit um Junge Freiheit und AfD-Nähe
Sabine Döring hat eine geplante Debatte mit FDP-Generalsekretär Martin Hagen in der Friedrich-Naumann-Stiftung abgesagt. Der Rückzug erfolgt, nachdem sie sich geweigert hatte, gemeinsam mit der Jungen Freiheit aufzutreten – einem Medium, das mit AfD-Sympathisanten in Verbindung gebracht wird. Ihre Absage unterstreicht die Spannungen innerhalb der FDP über den Umgang mit umstrittenen Medien.
Im Mittelpunkt des Streits steht die Junge Freiheit, eine Zeitung, die für ihre ausführliche Berichterstattung über die AfD bekannt ist. Döring lehnte deren Präsenz bei der Horber Akademie der Stiftung ab und verwies auf deren klare politische Positionierung. Gleichzeitig wollte sie Wähler davon abhalten, Hagen zu unterstützen, der in Interviews zwar AfD-kritisch aufgetreten ist.
Hagen selbst wurde von Journalisten der Jungen Freiheit bereits mit schwierigen Fragen konfrontiert. Dennoch haben andere FDP-Politiker dem Blatt weiterhin Interviews gegeben oder Gastbeiträge verfasst. Die Partei kämpft mit Wählerverlusten an die AfD – allein bei der Bundestagswahl 2025 waren es fast 900.000 Stimmen.
Dörings Weigerung, sich mit Hagens Positionen auseinanderzusetzen, könnte ihren eigenen Einfluss in der Partei schwächen. Der Vorfall zeigt die inneren Zerwürfnisse der FDP und ihren anhaltenden Kampf um die Wählergunst. Die Veranstaltung der Stiftung wird nun ohne ihre Teilnahme stattfinden.






