DUH fordert Tempolimit: Milliarden Liter Sprit könnten jährlich gespart werden
Sebastian FischerDUH fordert Tempolimit: Milliarden Liter Sprit könnten jährlich gespart werden
Ein flächendeckendes Tempolimit könnte den Kraftstoffverbrauch um Milliarden Liter pro Jahr senken – das geht aus Vorschlägen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) hervor. Die Umweltorganisation drängt auf strengere Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen und Landstraßen und argumentiert, dass eine solche Maßnahme schnell umsetzbar, kostengünstig und ohne bürokratische Hürden realisierbar wäre. Zusätzlich schlägt die DUH autofreie Sonntage vor, räumt jedoch ein, dass deren Wirkung vor allem symbolisch wäre.
Die DUH will Autofahrer zum Langsamerfahren bewegen, um Sprit zu sparen. Auf Autobahnen plädiert die Organisation für ein Tempolimit von 100 km/h, auf Landstraßen soll die Höchstgeschwindigkeit auf 80 km/h sinken. Durch diese Maßnahmen ließen sich laut DUH jährlich bis zu 4,7 Milliarden Liter Benzin und Diesel einsparen.
Die Organisation unterstützt zwar autofreie Sonntage, sieht darin aber kein zentrales Instrument zur Kraftstoffersparnis. Stattdessen könnten solche Tage das Bewusstsein dafür schärfen, wie stark der Straßenverkehr den Alltag prägt. Zudem böten sie ungewöhnliche Gelegenheiten, um öffentliche Räume ohne Autos zu nutzen und sich dort zu begegnen.
Ein entscheidender Vorteil von Tempolimits liege laut DUH in ihrer einfachen Umsetzung. Anders als bei anderen Maßnahmen seien keine langwierigen Diskussionen über Ausnahmen oder teure Infrastrukturprojekte nötig. Die Änderung ließe sich zügig und mit minimalem Aufwand introduzieren.
Ziel der Vorschläge ist es, den Kraftstoffverbrauch zu reduzieren und gleichzeitig das Erleben öffentlicher Räume zu verändern. Tempolimits würden sofortige Einsparungen bringen und Milliarden Liter Sprit pro Jahr sparen. Autofreie Sonntage hingegen könnten daran erinnern, wie sehr Straßen das Leben in Stadt und Land dominieren.






