Energiewende in Deutschland: Strom wird billiger, Gas könnte teurer werden
Lotta BrandtEnergiewende in Deutschland: Strom wird billiger, Gas könnte teurer werden
Deutschlands Energiemarkt steht vor gegensätzlichen Entwicklungen: Während die Gaspreise zu steigen drohen, sinken die Stromkosten weiter. Der Präsident der Bundesnetzagentur hat Haushalte nun aufgefordert, sich auf mögliche Veränderungen in beiden Bereichen vorzubereiten.
Die Strompreise in Deutschland sind zuletzt gesunken. Dieser Rückgang ist unter anderem auf den wachsenden Anteil günstiger erneuerbarer Energien im Netz zurückzuführen. Allerdings hat der Trend zeitweise auch zu negativen Strompreisen geführt – ein Umstand, der bei den Aufsichtsbehörden Besorgnis auslöst.
Klaus Müller, Chef der Bundesnetzagentur, hat das Problem angesprochen. Als mögliche Lösungen nennt er den Ausbau von Speicherkapazitäten oder den Wechsel von festen Einspeisevergütungen hin zu direkten Marktverkäufen. Sollte sich die Situation nicht bessern, könnten die Regulierungsbehörden eingreifen müssen.
Bei Gas profitieren die meisten Privathaushalte noch von Pregarantien, die zwölf Monate oder länger gelten. Doch Müller warnt, dass Nachfolgeverträge die Kosten in die Höhe treiben könnten. Die Behörde schließt Preiserhöhungen nicht aus und rät Verbrauchern, wo möglich Gas zu sparen.
Haushalte mit langfristigen Gasverträgen sind zwar vorerst abgeschirmt, doch künftige Rechnungen könnten teurer werden. Gleichzeitig bringen die fallenden Strompreise kurzfristige Entlastung – doch die negativen Preissignale könnten die Regulierer zum Handeln zwingen. Die Bundesnetzagentur beobachtet beide Märkte weiterhin genau.






