05 June 2026, 14:46

Entlassener Handelsaufseher: Wie Kritik an Corona-Maßnahmen eine Beamtenkarriere beendete

Lucian Michaelis: Als 'rechts' gebrandmarkt

Entlassener Handelsaufseher: Wie Kritik an Corona-Maßnahmen eine Beamtenkarriere beendete

Lucian Michaelis, ehemaliger leitender Handelsaufseher in Sachsen-Anhalt, wurde 2024 entlassen, nachdem ihm Vorwürfe wegen seiner Kritik an Impfpolitiken und seiner Beteiligung an Anti-Corona-Protesten gemacht worden waren. Der Fall nahm mehrere juristische Wendungen, wobei Gerichte seine Entlassung letztlich bestätigten – obwohl einige der zentralen Anschuldigungen gegen ihn zurückgewiesen wurden.

Michaelis hatte als Handelsaufseher beim Landesamt für Verbraucherschutz gearbeitet, bevor er entlassen wurde. Seine Probleme begannen, nachdem er im Februar 2022 am Rand eines „Fackelmarsches“ in Halberstadt gesichtet worden war, eine Veranstaltung, die ihm den Stempel „rechts“ einbrachte. Darüber hinaus wurde ihm Zeitbetrug und mangelnde Leistung in weichen Kriterien vorgeworfen, was ihn für den Beamtenstatus disqualifizierte.

Das Verwaltungsgericht Halle bestätigte seine Entlassung rechtskräftig und beendete damit seine Karriere. Zwar wiesen die Gerichte in Magdeburg und Halle die politischen Hauptvorwürfe zurück, urteilten jedoch, dass er Zeitbetrug begangen habe. Michaelis wehrte sich gegen die Entscheidung, doch die Entlassung blieb bestehen.

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Sein Widerstand gegen die Pandemie-Maßnahmen war von seinem lutherisch-christlichen Glauben geprägt, der das individuelle Gewissen betont. Sein Vater, Martin Michaelis, ein Pfarrer aus Quedlinburg, kritisierte ebenfalls die Pandemie-Politik und kandidierte später als unabhängiger Bewerber auf einer AfD-Liste. 2025 dokumentierte Martin in der Anthologie „Mut zur Abweichung: Stimmen des ‚Keine Alternative‘-Widerstands“ die politische „Mundtotmachung“, der sein Sohn ausgesetzt war.

Das endgültige Urteil des Gerichts ließ Michaelis ohne Lebensgrundlage zurück. Zwar wurden einige Anschuldigungen fallengelassen, doch die Verurteilung wegen Zeitbetrugs sicherte seine Entlassung. Der Fall verdeutlicht die rechtlichen und beruflichen Konsequenzen, denen sich jene gegenübersahen, die sich öffentlich gegen die Pandemie-Politik stellten.

Quelle