Entlastungsbonus von 1.000 Euro wird bis 2027 verlängert – doch Kritik bleibt
Sebastian FischerEntlastungsbonus von 1.000 Euro wird bis 2027 verlängert – doch Kritik bleibt
Die deutsche Regierungskoalition hat sich darauf geeinigt, den steuerfreien Entlastungsbonus in Höhe von 1.000 Euro bis zum 30. Juni 2027 zu verlängern. Die Entscheidung folgt auf wochenlange Debatten über Finanzierbarkeit und Umsetzung. Arbeitgeber erhalten damit mehr Zeit, die Zahlung anzubieten – doch Kritik an den Kosten und Fristen bleibt bestehen.
Das Koalitionsgremium hatte den Entlastungsbonus erstmals am 12. April 2026 beschlossen. Seither stieß die Maßnahme auf Widerstand von Arbeitgebern und Wirtschaftsverbänden, die die kurze Umsetzungsfrist und die finanzielle Belastung als unrealistisch kritisierten. Trotz der Einwände sollen die Koalitionsfraktionen den Entwurf diese Woche im Bundestag formal beschließen.
Der verlängerte Bonus soll insgesamt eine Entlastung von 2,8 Milliarden Euro bringen – mehr als ursprünglich veranschlagt, da mehr Unternehmen als erwartet das Angebot nutzten. Arbeitgeber können die 1.000-Euro-Zahlung zudem als Betriebsausgabe absetzen, was die finanzielle Belastung mindert.
Bundeskanzler Friedrich Merz betonte, dass der Bonus freiwillig bleibt. Unternehmen können ihn in voller Höhe, in Teilbeträgen oder erst bis 2027 aussetzen. Um die Steuerausfälle auszugleichen, plant die Bundesregierung für 2026 eine Erhöhung der Tabaksteuer. Die Koalitionspartner haben die überarbeitete Vereinbarung nun finalisiert und die Verlängerung besiegelt.
Der verlängerte Entlastungsbonus gilt damit bis Mitte 2027 und bietet Unternehmen Flexibilität. Arbeitgeber können die Zahlungen weiterhin absetzen, während die Regierung die Kosten durch höhere Tabaksteuern kompensiert. Die Maßnahme soll noch in dieser Woche im Parlament verabschiedet werden.






