EVO schließt Pelletwerk 2026: Wirtschaftlichkeit und Marktwandel als Gründe
Lotta BrandtEVO schließt Pelletwerk 2026: Wirtschaftlichkeit und Marktwandel als Gründe
Die Energieversorgung Offenbach AG (EVO) wird ihr Pelletwerk bis Ende 2026 schließen. Die Entscheidung folgt einer Prüfung der Wirtschaftlichkeit unter den aktuellen Marktbedingungen. Stark gestiegene Kosten bei gleichzeitig niedrigen Verkaufspreisen haben das Geschäftsfeld unrentabel gemacht.
EVO hatte nach Möglichkeiten gesucht, den Betrieb aufrechtzuerhalten, fand jedoch keine tragfähige wirtschaftliche Lösung. Das Werk ist auf extern bezogenes Sägemehl angewiesen, das für die Produktion nach Offenbach transportiert werden muss. Diese Abhängigkeit sowie die hohen Rohstoff- und Logistikkosten trugen maßgeblich zur Schließungsentscheidung bei.
Auch der Wärmemarkt hat sich gewandelt: Immer mehr Wärme wird mittlerweile über Wärmepumpen elektrisch erzeugt. Dieser Trend verringerte die Zukunftsfähigkeit des Werks zusätzlich. Von der Stilllegung betroffen sind 17 Mitarbeiter – ein kleiner Teil der rund 690 Beschäftigten bei EVO.
Das Unternehmen hat sozialverträgliche Maßnahmen für die betroffenen Arbeitnehmer zugesagt, darunter interne Umsetzungen und Unterstützung bei der beruflichen Neuorientierung. In den vergangenen Jahren hat EVO zudem über 40 neue Stellen geschaffen, vor allem im Netzbetrieb. Der Abriss des Pelletwerks ist für 2027 geplant.
Die Produktion wird am 31. Dezember 2026 eingestellt. Im Folgejahr konzentriert sich EVO auf die Umsetzung der Personallösungen und den Rückbau der Anlage. Die Schließung spiegelt die grundlegenden Veränderungen im Wärmemarkt und die steigenden Betriebskosten wider.






