30 May 2026, 10:16

Fachkräftemangel: Warum internationale Studierende Deutschlands Rettung sein könnten

International grads three times more likely to find work in Germany

Fachkräftemangel: Warum internationale Studierende Deutschlands Rettung sein könnten

Deutschland setzt auf internationale Studierende, um den wachsenden Fachkräftemangel zu lindern – insbesondere in den MINT-Bereichen. Neue Studien zeigen, dass diese Absolventen deutlich bessere Jobchancen haben als andere Zugewanderte – vorausgesetzt, sie sammeln während des Studiums praktische Erfahrungen und verbessern ihre Sprachkenntnisse.

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Mehr als die Hälfte der internationalen Studierenden in Deutschland belegen MINT-Fächer und stellen damit eine wichtige potenzielle Arbeitskraft dar. Aktuell fehlen hierzulande 148.500 Fachkräfte in diesen Bereichen, und in den nächsten zehn Jahren werden voraussichtlich weitere 1,85 Millionen Beschäftigte den Arbeitsmarkt verlassen. Universitäten betrachten diese Studierenden zunehmend nicht nur als Lernende, sondern als zukünftige Mitarbeiter, die sie langfristig binden möchten.

Wer während des Studiums Praktika absolviert oder in fachnahen Jobs arbeitet, hat deutlich bessere Aussichten auf dem Arbeitsmarkt. Dagegen tun sich diejenigen schwerer, die aus finanzieller Not heraus in branchenfremden Nebenjobs arbeiten. Auch Deutschkenntnisse spielen eine entscheidende Rolle – selbst bei Stellen, die auf Englisch ausgeschrieben sind, steigert fließendes Deutsch die Einstellungschancen erheblich. Doch nur etwa 15 Prozent der internationalen Studierenden haben verpflichtende Deutschkurse in ihrem Studienplan.

Die Daten zeigen zudem einen Wandel in der Einstellung der Studierenden selbst: Rund 26 Prozent, die ursprünglich nur einen vorübergehenden Aufenthalt planten, entschieden sich nach einem Jobangebot für einen längeren Verbleib. Insgesamt finden Absolventen deutscher Hochschulen dreimal häufiger eine Anstellung als Zugewanderte, die direkt zur Arbeitsaufnahme einreisen. Wer über den Bildungsweg einwandert, möchte zudem 1,6-mal häufiger dauerhaft bleiben.

Die Erkenntnisse skizzieren einen klaren Erfolgsweg für internationale Studierende auf dem deutschen Arbeitsmarkt: Praxiserfahrung und Deutschkenntnisse machen den größten Unterschied bei den Beschäftigungschancen. Angesichts des sich verschärfenden Fachkräftemangels könnten diese Absolventen eine zentrale Rolle dabei spielen, kritische Lücken zu schließen.

Quelle